Jülich: Jülicher Bierbörse: Über 300 verschiedene Sorten an 21 Ständen

Jülich: Jülicher Bierbörse: Über 300 verschiedene Sorten an 21 Ständen

Maya-Bier, mit Rohkakao gebraut? Schwarzes Gewürzbier? Oder aber ein Bier mit feinen Noten von Kiefer, Wassermelonen und Honig? Vielleicht auch eines mit einer deftigen Whiskynote? Wer danach dürstet, ist in der Herzogstadt richtig. Die 2. Jülicher Bierbörse hat auch diese Neuheiten im Angebot.

Vom 4. bis zum 6. September werden rund 300 verschiedene Biersorten aus 60 Ländern präsentiert und verkostet. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 12.000 Besuchern im dann größten Biergarten des Kreises Düren, dem Jülicher Schlossplatz.

Ja, geben Tamara Theissen und Andreas Born aus Erkelenz als Veranstalter der Bierbörse offen zu. Die Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr war ein Erfolg. Der soll fortgeschrieben werden, nicht nur mit der jetzt angekündigten 2. Bierbörse. „Unsere Beschicker sind restlos vom Jülicher Publikum und von den Gegebenheiten überzeugt. Auch die dritte Bierbörse ist bereits fest terminiert“, sagt Born, der wieder das erste Septemberwochenende im kommenden Jahr als Termin nennt.

Zeigt die bisherige Statistik in der langen Geschichte der Bierbörsen in Deutschland — im kommenden Jahr wird in Leverkusen-Opladen bereits die 30. eröffnet —, dass zu jeder Neuauflage rund 20 Prozent mehr Besucher strömen als im Jahr zuvor, wird die nun erwartete Besucherzahl auf dem Jülicher Schlossplatz von gut 12.000 als realistisch angesehen. „Zum Start hatten wir gut 10.000 Gäste“, erinnert sich Andreas Born an den Auftakt im Vorjahr, der bei bestem „Bierwetter“ vonstatten ging.

Das wird auch für die zweite Auflage erhofft. „Das Bier ist gekühlt“, scherzt der Event-Manager, der mit Stolz verkündet, dass an insgesamt 21 Bierständen über 300 verschiedene Sorten verkauft werden. Als Flaschen-oder Zapfbiere, eine erstaunliche Bandbreite von Bierspezialitäten aus dem In- und Ausland steht zur Verkostung bereit.

Ob es ein Bier aus Honduras — das eingangs erwähnte Schokoladenbier erwies sich bisher als Renner bei anderen Veranstaltungen — aus Ägypten, USA, Irland, England, Niederlande, Belgien oder zum Beispiel Frankreich ist, die Qualität ist garantiert. Dass gerade die deutschen Biere, zum Beispiel aus München und dem Umland, bestens vertreten sind, ist ebenso eine Tatsache wie die so genannte „Bierkutsche“, die alleine zwölf verschiedene Gerstensäfte im Zapfhahn hat.

Im Mittelpunkt der Jülicher Veranstaltung steht in diesem Jahr sicherlich eine mittelalterliche Taverne, in der Honigbier ebenso fließt wie ein Kirschbier, oder die „heiße Johanna“, ein heißer, alkoholfreier Johannisbeersaft nach Geheimrezept. Apropos alkoholfrei: Natürlich gibt es auch diverse Getränke, die auch von kleineren Besuchern getrunken werden dürfen.

So nennt der Veranstalter zum Beispiel ein Wasser, das auf Initiative eines ehemaligen Fußballprofis des FC St. Pauli Hamburg und deren Fans abgefüllt wird. „Dies ist mein absolutes Lieblingswasser geworden“, sagt Tamara Theissen und erwähnt, dass der Verkaufserlös von „Viva con Agua de St. Pauli“ mit Hilfe der Welthungerhilfe zu 80 Prozent zur Verbesserung der Trinkwasserqualität mittels Brunnenbau in Entwicklungsländern fließt.

Der Bierausschank erfolgt ausschließlich in original Gläsern, so dass auch Sammler auf ihre Kosten kommen. Für das leibliche Wohl sind sowohl herzhafte Speisen und süße Leckereien wie Quarkbällchen und Crêpes im Angebot. Zum Verweilen lädt zusätzlich ein neu gestaltetes Live-Musikprogramm.

Der Eintritt in den Biergarten ist kostenlos. Eröffnet wird die 2. Bierbörse am Freitag, 4. September, um 15 Uhr. Den offiziellen Bieranstich nimmt Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel um 18 Uhr am Andechser Klosterbierstand vor. Ist die Bierbörse freitags und samstags (ab 12 Uhr) jeweils bis Mitternacht geöffnet, werden die Zapfhähne am Sonntag, 6. September, von 12 bis 20 Uhr geöffnet sein.

(hfs.)