Jülich: Jülicher Abiturienten sind schlau - aber nicht schnell genug

Jülich: Jülicher Abiturienten sind schlau - aber nicht schnell genug

Selten war der Konkurrenzkampf der Abiturjährgänge zweier Jülicher Gymnasien so groß wie am Montag. Das Mädchengymnasium und das Gymnasium Zitadelle traten zum Schulduell des Radiosenders 1Live gegeneinander an.

Jede Schule wollte als Sieger aus dem Duell hervorgehen und den Sonderpreis des Wettbewerbs, ein Konzert mit dem bekannten Reggae-Sänger Gentleman in der eigenen Schule, gewinnen.

Mädchen legen vor

Das Mädchengymnasium hatte als erstes die Chance, bei dem Wettbewerb vorzulegen und die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Auch wenn an diesem Vormittag nur die Qualifikationsrunde, die die Eintrittskarte für die Finalrunde ist, ausgetragen wurde, für die Mädchen ging es um alles. Entsprechend groß war dann auch die Aufregung der Schülerinnen, als ein Team des Radiosenders auf dem Schulhof das Duell für Eröffnet erklärte.

Die 30 teilnehmenden Abiturientinnen stellten sich Fragen aus den Kategorien Allgemeines, 1Live, Sport, Geographie und Populär. Diese mussten möglichst schnell beantwortet werden. Die Tücke: Jedem Teilnehmerin wurde ein Buchstabe des Alphabetes zugeordnet, diese mussten sie für für die korrekte Antwort in die richtige Reihenfolge bringen. Auf die Frage, welches Möbelstück in fast jeder Wohnung zu finden ist, hatten sie schnell eine richtige Antwort. Auch einen Bundesstaat der USA konnten sie in Windeseile benennen.

An zwei Fragen scheiterten die Mädchen allerdings. Das Ergebnis des Vormittags: Drei Punkte in 27,45 Sekunden. Auch wenn das Ergebnis für die Finalrunde nicht reichen wird, die Mädchen zeigten sich doch zufrieden. Dabeisein ist schließlich alles. „Wir hatten zwar schwierige Voraussetzungen wegen gleichzeitig stattfindender Vorabi-Klausuren, aber es hat trotzdem unheimlich viel Spaß gemacht”, resümierte Schülerin Laura Carciotto. Und auch Lehrer Thomas Floßdorf bescheinigte seinen Schützlingen einen durchaus positiven Auftritt, auch wenn Gentleman mit Sicherheit eine andere Schule besuchen wird - immerhin stellen sich rund 500 Schulen aus ganz NRW diesem Duell. Das Gymnasium Zitadelle wird es jedoch nicht sein. An das Ergebnis des Mädchengymnasiums kamen sie nicht heran.

Die Schüler erzielten zwar ebenfalls drei Punkte, allerdings konnten sie mit 29,38 Sekunden die Zeit der Jülicher Konkurrenten nicht unterbieten.

Falsche Reihenfolge

Denn bei den Schülern gab es einige Abstimmungsschwierigkeiten. Die Fragen nach einem bestimmten Nintendo-Held und dem Namen des Finales der nordamerikanischen Football-Liga „NFL” zwar gewusst, aber in falscher Buchstabenreihenfolge beantwortet wurden.

Als ziemlich ärgerlich empfand dies Schüler und Teilnehmer Artin Khachaourian: „Wir haben das eine oder andere Mal trainiert, weshalb solche Fehler dann natürlich schade sind.” Abstreiten, dass die Veranstaltung eine Menge Spaß gebracht hat, konnte er aber nicht.

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