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Jülich: Jülich: Wohnungsbrand weckte schreckliche Erinnerung

Jülich : Jülich: Wohnungsbrand weckte schreckliche Erinnerung

Die drohende Katastrophe blieb aus. Bei einem Wohnungsbrand am Heiligabend in der Jülicher Innenstadt wurde glücklicherweise niemand ernstlich verletzt.

Vorsorglich wurden zwei Hausbewohner zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert.

Gegen acht Uhr hatte hatte eine unbekannte Verkehrsteilnehmerin die Feuerwehr alarmiert. Aus einem Mehrfamilienhaus an der Großen Rurstraße quollen dichte Rauchwolken hervor.

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, schlugen bereits lichterloh Flammen aus dem rückwärtigen Teil der Wohnung im 2. Obergeschoss, in dem sich die Küche befand. Zu diesem Zeitpunkt die Mieter der Wohnung, ein 83-jähriger Mann und seine 62-jährige Ehefrau, bereits die Wohnung verlassen und die übrigen Hausbewohner gewarnt. Die beiden wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Weit brenzliger war die Situation für die Bewohner der Dachgeschosswohnung. Der 65-jährigen Frau und ihrem 71-jährigen Lebensgefährten war der Weg durchs Treppenhaus von den dichten Rauch verwehrt. Beide wurden schließlich unversehrt über die Drehleiter aus dem Gebäude gerettet. Dass die beiden sich nicht auf verhängnisvollen Versuch einließen, durch den Qualm ins Frei zu gelangen, rettete ihnen vermutlich das Leben.

Dass das Drama der Grünstraße hat alle Rettungskräfte sichtbar sensibilisiert. Nicht nur die Feuerwehr rückte schnell und mit enormer Mannstärke an. Neben dem Löschzug Stadtmitte waren auch die Löschgruppen Lich-Steinstraß, Kirchberg und Stetternich vor. Sie brachten den eigentlichen Brandschnell unter Kontrolle und verhinderten ein Übergreifen auf die angrenzenden Häuser. Deren Bewohner mussten sicherheitshalber für kurze Zeit ihre Wohnungen verlassen.

Dem Feuerwehreinsatz stand der der Sanitäter in nichts nach. Acht Rettungswagen, zwei Notarztwagen bezogen in der Wilhelmstraße Aufstellung, um eventuelle Brandopfer unmittelbar vor Ort behandeln zu können. Drei Notfallseelsorger kümmerten sich um die Bewohner aus dem Brandhaus, die unter Schock standen.

Gut zwei Stunden nach dem Alarm wurde der Einsatz als beendet erklärt, die Sperrung der Großen Rurstraße zwischen Bahnhof- und Wilhelmstraße aufgehoben.

Wodurch das Feuer ausgelöst wurde, steht noch nicht fest. Auch die Höhe des Sachschadens wird noch zu ermitteln sein. Nach Polizeiangaben brannte die Wohnung komplett aus; die darunter liegende wurde durch das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Die Wohnung unterm Dach und der Hausflur wurden verrußt und verqualmt.