Jülich und Düren: Die Ziele der Operation Queen

Fachvortrag zu den Kriegsereignissen vor 75 Jahre : Die Ziele der Operation Queen

In der Reihe „Zwischen Führer und Freiheit: Bombenkrieg und Befreiung an der Rur“ findet am 14. Januar ein Fachvortrag in der Jülicher Schlosskapelle. Der Referent berät die britische und deutsche Regierung.

Die Städte Düren und Jülich haben den 75. Jahrestag der Zerstörung beider Orte durch alliiertes Luftbombardement zum Anlass für ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm „Zwischen ‚Führer‘ und Freiheit. Bombenkrieg und ‚Befreiung‘ an der Rur“ genommen, das sich durch sehr unterschiedliche inhaltliche Zugänge der Frage einer angemessenen historischen Betrachtung und Erinnerung an die Kriegsereignisse nähert.

Am Dienstag, 14. Januar 2020, findet in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich um 19.30 Uhr ein weiterer Vortrag in der Reihe statt. Dr. Matthias Strohn referiert über das Thema: „Die ‚Operation Queen‘. Die alliierte Offensive an der Rur 1944“.

Nachdem die Wehrmacht aus Frankreich und Belgien herausgedrängt worden war, begann der Kampf um Deutschland selbst. Im November 1944 starteten die Alliierten die „Operation Queen“, deren Ziel es war, die Rur zu überschreiten und Brückenköpfe für weitere Operationen zu bilden.

Bomben als Vorbereitung

Zur Vorbereitung der Offensive wurden starke Bombenangriffe geflogen, die zum Beispiel Jülich zu etwa 97 % zerstörten. Dennoch gelang es den Alliierten nicht, den deutschen Widerstand schnell zu überwinden.

Was waren die Ziele der Operation auf alliierter Seite? Was waren die deutschen Gegenmaßnahmen und warum gelang es den Alliierten trotz ihrer Übermacht nicht, die Front in den etwa einmonatigen Kämpfen zu durchbrechen? Diese Fragen werden in dem Vortrag, zu dem der Eintritt frei ist, beleuchtet.

Dr. Matthias Strohn studierte in Münster und Oxford Geschichte. Er ist leitender Historiker am Centre for Historical Analysis and Conflict Research (Camberley). Darüber hinaus ist er Reader am Humanities Research Institute der University of Buckingham in England.

Sein Forschungsschwerpunkt ist das Zeitalter der Weltkriege und er hat sowohl die britische als auch die deutsche Regierung zu historischen Fragen der Weltkriege beraten.