Jülich, Titz und Niederzier gründen Brainergy-Park GmbH

Gewerbegebiet auf der Merscher Höhe : Jülich, Titz und Niederzier gründen Brainergy-Park GmbH

Das Interkommunale Gewerbegebiet auf der Merscher Höhe in Jülich hat mit der Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages alle Hürden formal genommen. Der erste neue Job soll 2020 entstehen und Professor Bernhard Hoffschmidt weiterer Geschäftsführer werden.

Seit Dienstag kann man von „geordneten Verhältnissen“ sprechen. Die interkommunale Zusammenarbeit der Gemeinden Niederzier und Titz mit der Stadt Jülich lief gut dreieinhalb Jahr ein bisschen wie eine „wilde Ehe“, scherzte am Dienstag Geschäftsführer Frank Drewes von der Campus Merscher Höhe GmbH. Sie hat federführend die Bemühungen der drei Kommunen gesteuert, die nun in der Gründung einer neuen Gesellschaft mündete: der „Brainergy Park Jülich GmbH“. Sie wird das gemeinsame Gewerbegebiet auf der Merscher Höhe erschließen und vermarkten. Die drei Bürgermeister unterzeichneten in Jülich den Gesellschaftsvertrag.

Die Zusammenarbeit wird von einstimmigen Beschlüssen der Stadt- und Gemeinderäte getragen, denn der Brainergy-Park ist ein Hoffnungsträger der Region. Auf über 50 Hektar soll es reichlich Platz für normales Gewerbe geben, aber eben auch einen Sonderbereich für hochspezialisierte Firmen, die die Nutzung Erneuerbarer Energien und die Möglichkeiten der Digitalisierung zusammenbringen, unter Mitwirkung des Fachhochschul-Campus’ Jülich, des Forschungszentrums und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Der Sonderbereich mit spezieller Versorgungsinfrastruktur ist nur mit hoher öffentlicher Förderung zu realisieren.

Nach der Unterzeichnung am Dienstagmorgen fand am Abend die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates der neuen Gesellschaft statt, die einen neuen Namen erhalten hat: Aus der Campus Merscher Höhe GmbH ist die Brainergy Park Jülich GmbH geworden. Die alte Bezeichnung Campus treffe „die Marke nicht mehr“, erklärte Geschäftsführer Frank Drewes. Er bekommt wohl bald einen prominenten Kollegen, wenn die Kommunalparlamente grünes Licht geben. Es ist davon auszugehen, dass die Berufung von Professor Bernhard Hoffschmidt, Institutsdirektor am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, zum weiteren Geschäftsführer allgemeine Zustimmung findet. Das ist erstmals kommende Woche Thema im Jülicher Haupt- und Finanzausschuss. Hoffschmidt war früher Chef des FH-Solarinstitutes und gilt als „Vater“ des Solarturmkraftwerks.

Der besiegelte Gesellschaftsvertrag sieht 50 Prozent Anteile bei der Stadt Jülich, 27 Prozent bei der Gemeinde Niederzier, 23 Prozent bei der Gemeinde Titz. Geschäftsführer und Bürgermeister hoffen, dass die Erschließung der normalen Gewerbeflächen Ende 2019 starten kann. Die ersten neuen Jobs sollen 2020 entstehen.

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