Jülich: Konzert mit der Mark van Low Band im Kuba

Konzert im Kuba : Mix irgendwo zwischen Rock, Blues und Reggae

Im Kulturbahnhof (kurz KuBa) ist die „Mark van Low Band“ aufgetreten. Vor einigen Zuschauern zeigte die Gruppe ihre eigenen Titel, die vom Sänger, Gitarristen und Mundharmonikaspieler der Gruppe, Markus Blänkner, verfasst wurden.

„Seine Lieder mussten in die Welt“, sagte Ricardo Arregui, der Bassgitarrist und Backgroundsänger der Band. Denn der Grund dafür, dass es die „Mark van Low Band“ überhaupt gibt, ist das musikalische Schaffen Blänkners. Den größten Teil seines Lebens schreibt dieser Texte und Melodien. „Irgendwann habe ich mir dann ein Aufnahmegerät gekauft“, sagte er zu dem nächsten Schritt, als er die Stücke mit unterschiedlichen Instrumenten aufnahm.

Für Bühnenauftritte wurden die Lieder dann „im Proberaum Band-tauglich gemacht“, so die Band weiter. Unter vielen musikalischen Einflüssen entstand so ein Mix irgendwo zwischen Rock, Blues und Reggae. Die Gruppe selbst ordnet ihre Musik in den Psycho-Rock ein. Auch das Tempo der Stücke variiert stark. Dicht gefolgt von ruhigeren Titeln wurde auch „Switch of magical light“ mit knapp 180 Takten in der Minute gespielt.

Mittlerweile zählt das Repertoire der „Mark Van Low Band“ 25 Songs, von denen die meisten in der KuBa-Kneipe zu Gehör gebracht wurden. Zu den Themen der Lieder sagte Arregui: „Markus hat viel erlebt und hat eine ganz besondere Weltanschauung.“

Neben beispielsweise „Mr. Coachman“, der sich mit den Zeilen „you used to treat me like a flunkey/ But all I really am is a Rock ’n Roll Junkie“ gegen einen ehemaligen Chef richtet, fand auch „Psycho Blues“ in der Set-List des Abends seinen Platz. Hierbei spielt Blänkner mit der Gedankenwelt innerhalb einer Paranoia. „I’m watchin‘ creatures on the wall, I got some friends I sometimes call“, sang Blänkner so vor den Besuchern zusammen mit Alex Matiasch (Schlagzeug), Udo Hoppe (Gitarre) und Ricardo Arregui (Bassgitarre).

Dabei war der ganze Auftritt betont ohne Schnickschnack. Anstatt einer wilden Lichtshow brannten auf der Bühne bloß zwei ungefärbte Lichter. Auch auf das Anheizen des Publikums wurde verzichtet. Nichtsdestotrotz antwortete das Publikum auf jedes Lied mit Applaus.

(mio)