Jülich: Familienplanung im Wolfsgehege hat geklappt

Brückenkopf-Park : Familienplanung bei Wölfen hat geklappt

Nachwuchs für Frühjahr 2019 hatte Henri Fischer, Tierpfleger im Jülicher Brückenkopf-Zoo, bereits im Dezember 2017 angekündigt, als der aus Brandenburg stammende junge Rüde Manu das aus den beiden Polarwolf-Damen Cita und Tobi bestehene Rudel ergänzte.

Bereits zuvor war das Wolfsgehege im Brückenkopf-Park von 1300 auf 6500 Quadratmeter erweitert und um eine Höhle ergänzt worden, um den Wolfsmädchen einen geeigneten Rückzugsort anzubieten, falls sich Nachwuchs einstellen sollte.

Nachdem Wolfsmann Manu zwischenzeitlich die Geschlechtsreife erreicht hat, nahm die Natur ihren Lauf und führte in der Nacht zu Sonntag nach 63 Tagen Tragezeit zu einer geräuschvollen Niederkunft bei Wolfsdame Tobi, die unter großem Geheule ihrer Artgenossen vier kleine Wölfe warf. Näheres zum gut genährten Nachwuchs, den ein sichtlich stolzer „Wolfsvater“ Fischer gleich fotografierte, ist nicht bekannt, weder Geschlecht noch Größe.

Die Tiere sind im Wolfsgehege auch noch nicht zu besichtigen, denn sie halten sich derzeit weiterhin in der Wolfshöhle auf. Erst mit acht oder neun Tagen öffnen sie ihre Augen und beginnen damit, ihre nähere Umgebung zu erkunden. Auch wenn der Wurf im Prinzip noch nicht publik ist, haben sich beim Park bereits zwei potenzielle Paten gemeldet. Derzeit laufen noch Überlegungen, eines der Jungtiere in Jülich zu behalten, die anderen sollen später abgegeben werden.

Vier auf einen Streich: Das erste Bild vom Wolfsnachwuchs im Brückenkopf-Park entstand in der Gebärhöhle des Geheges. Foto: Henri Fischer

Vielleicht lassen sich die Jungtiere passend zum Wolfs-Tag blicken, den der Landesverband NRW des BUND am Sonntag, 12. Mai, im Brückenkopf-Park veranstaltet.

Park-Geschäftsführer und Bürgermeister Axel Fuchs empfahl den Menschen, die am kommenden Samstag und Sonntag den Frühlingsmarkt im Brückenkopf-Park besuchen möchten, wieder ihren Schal aus dem Kleiderschrank zu holen, denn die Meteorologen sagen für das Wochenende einen Temperatursturz voraus. Mehr noch als die Abkühlung fürchtet Parkmanager Hajo Bülles den angekündigten Regen, der erfahrungsgemäß die Besucherzahlen beeinträchtigt.

Leichtes Besucherplus

Entsprechend hat der milde April der Besucherstatistik gut getan. „Wir sind sehr zufrieden“, berichtete Bülles von 42.240 Besuchern zum Stichtag 30. April, ein leichtes Plus gegenüber 40.500 Gästen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Wie der Parkmanager weiter ankündigte, dürfte die Statistik Ende Mai ein schiefes Bild abgeben, denn das Epochen-Fest, das im Vorjahr knapp 17.000 Besucher anlockte, ist in diesem Jahr auf den Juni geschoben worden.

Ein weiterer Veranstaltungstermin im Mai ist das 2. Bierkisten-Körling am Samstag, 18. Mai, ab 16 Uhr bei freiem Eintritt im Stadtgarten des Parks. Erstmals wird in diesem Jahr dem Wettbewerb im Vorfeld ein Limokisten-Körling für Kinder vorgeschaltet, berichtete Axel Fuchs.

Uwe Mock aus dem Parkteam war es vorbehalten, eine Negativ-Meldung zu verbreiten: Der für den 7. Juni geplante Auftritt von Rüdiger Hoffmann im Park wird abgesagt, da bis dahin keine für diese Veranstaltung geeignete Bühne oder Ersatz-Bühne zur Verfügung steht. Auch ein Ausweichen in eine Jülicher Schulaula sei nicht möglich gewesen, sagte Mock. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, der Auftritt solle im kommenden Jahr nachgeholt werden.

Hochseil-Klettergarten wieder offen

So lange brauchen alle Freunde des Klettersports nicht zu warten, denn die Geschäftsführung des Brückenkopf-Parks hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass der Hochseil-Klettergarten nach anderthalbjähriger Zwangspause ab sofort wieder allen Klettermaxen zur Verfügung steht. Verbunden ist die Wiedereröffnung mit einem neuen Einstieg und einem neuen Parcours. Wer den Klettergarten nutzen möchte, kann sich ab sofort beim Park (www.brueckenkopf-park.de) für das sportliche Freizeitvergnügen anmelden.

Liebhaber von Trendsportarten haben demnächst Gelegenheit, am Brückenkopf Disc Golf zu spielen. Eine entsprechende Anlage mit neun Bahnen, die zwischen 50 und 125 Metern lang sind, werde momentan vorbereitet, verriet Uwe Mock. Beraten wird die Freizeiteinrichtung dabei von Hartmut Wahrmann aus Lünen, ehemaliger Weltmeister dieser Trendsportart, bei der es darum geht, spezielle Frisbee-Scheiben mit möglichst wenigen Würfen in einen Auffang-Korb zu platzieren. Finanziert wird die neue Anlage für  Familien und junge Leute in Kooperation mit diversen Sponsoren. Die Höhe der Miete für die benötigten Wurfscheiben steht nach Angaben Mocks noch nicht fest, die Eröffnung soll am Samstag, 1. Juni, erfolgen.