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Jülich: Jülich dankt mit der Ehrenamtskarte

Jülich : Jülich dankt mit der Ehrenamtskarte

Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs ist in seinem Element, wenn er auf der Bühne des Kulturbahnhofs steht. Das gilt erst recht, wenn er bei dieser Gelegenheit das starke ehrenamtliche Engagement der Jülicher Bürgerschaft würdigen darf.

Mit der Verleihung der goldfarbenen Ehrenamtskarte an insgesamt 49 Ehrenamtler aus 25 Vereinen und Organisationen erlebten der Bürgermeister und seine Gäste einen wahren Feier- und Freudentag freiwilliger Arbeit in der Herzogstadt, die sich in vielerlei Facetten zeigt.

„Hier stehen sie, die unermüdlichen Antreiber, die das Vereinsleben am Laufen halten; die Möglichmacher vom Dienst; die Multiplikatoren; die, die mit Herz und Verstand wirken; die Ideengeber; die Zeitschenker; die Sinn-Stifter; die Sprach-Mittler; die Problemlöser; die Mutmacher; die Freizeitgestalter; die Lebensretter; die Wünscheerfüller — kurz: die Kümmerer“, versuchte Fuchs, wenigstens begrifflich die Vielfalt freiwilligen Engagements in Jülich in Worte zu fassen.

Die Ehrenamtskarte wurde an diesem Abend Menschen verliehen, die mehr als 16 825 ehrenamtliche Stunden im Jahr für Jülich geleistet haben. Engagiert haben sich die Antragsteller in Sportvereinen wie dem SV Grün-Weiß Welldorf-Güsten, Jülicher Judoclub oder dem TTC Indeland, in international aufgestellten Vereinen wie dem Chinesischen Kulturverein oder dem Russisch-Deutschen Verein Wurzeln, bei der Jülicher Tafel, dem Weltladen, im Kunstverein, als „Smile-Paten“ der Promenadenschule, Senioren-Paten der Wohnanlage „An der Zitadelle“ oder als Aufsichten für das Selbstlernzentrum des Gymnasiums Zitadelle zur Verfügung stehen.

„Ein modernes Ehrenzeichen“

Weitere Institutionen, die von ehrenamtlichem Engagement profitieren, sind der Verein „Kleine Hände“, der Jülicher Bürgerbus, Kleiderlädchen, die Arbeiterwohlfahrt und deren Kleiderkammer, die „Aktion Lebensfreude“, der Chor Notsi(n)gnal und die Noiseless-Musikreihe. In der Aufzählung des Bürgermeisters fehlten auch nicht das Christliche Sozialwerk, die Familienpaten des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), die Sprachpaten der Sekundarschule sowie die Nachhilfepaten an Schulen und sozialen Einrichtungen und nicht zu vergessen die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Jülich, die durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr repräsentiert wurde.

„Die neue Ehrenamtskarte ist ein modernes Ehrenzeichen“, sagte Bürgermeister Fuchs, der gleichzeitig die damit verbundenen Vorteile nannte: So kommen Karteninhaber in den Genuss von kostenfreiem Eintritt in den Brückenkopf-Park, ins Museum und ins Theater. Zudem gewährt der Kulturbahnhof einen vergünstigten Eintritt zu seinen Veranstaltungen. Über diese lokalen Angebote hinaus gibt es in ganz NRW mehr als 3800 Vergünstigungen, die mit der Ehrenamtskarte in Anspruch genommen werden können. „Mindestens ebenso wichtig wie die tatsächliche Ersparnis finde ich die Botschaft, die ich mit der Karte verbinde“, sagte Axel Fuchs:

„Sie verschafft uns die Gelegenheit, jenen Menschen etwas zurückzugeben, die völlig freiwillig und zum Teil seit Jahrzehnten den Menschen in unserer Stadt so viel geben.“ Ihnen gebühre großer Dank, der weit über die Ehrenamtskarte hinausgeht.

(ahw)