Jülich: Jülich 1910 will Alemannia weiter helfen

Jülich: Jülich 1910 will Alemannia weiter helfen

Die Jülicher „Zehner“ halten weiterhin an der Option fest, dem Noch-Drittligisten Alemannia Aachen das Karl-Knipprath-Stadion zur Verfügung zu stellen. Vorausgesetzt, die Alemannia möchte dieses Ansinnen auch für den Fall der Fälle an die Jülicher herantragen. Zwar hat eine erste Sicherheitsbegehung in der vergangenen Woche ergeben, dass es nicht möglich ist, das Stadion für die dritte Liga herzurichten. „Die Option für die vierte Liga aber besteht weiter.“

Das betonte Jülichs erster Vorsitzender Michael Lingnau nochmals nachdrücklich, der deshalb auch auf Grund seiner Meinung nach „irreführenden Informationen, die in der Öffentlichkeit kursieren“, der Alemannia unter anderem mitteilte, „mehr denn je unverbrüchlich an der Seite der Alemannia zu stehen, um dem Verein die Hand in schwierigen Zeiten zu reichen. Wir werden weiterhin in Jülich alle Hebel in Bewegung setzen, um der Alemannia die Tore des Karl-Knipprath-Stadions für den Ernstfall zu öffnen.“

Weiter fügte der SCJ-Vorsitzende an, dass der vom Jülicher Sportausschusses in der Vorwoche gefasste Beschluss, die Überlassung des Stadions an die Alemannia zu verweigern, „rechtlich und politisch irrelevant sei.“ Denn den Ausschussmitgliedern sei offensichtlich der Nutzungsvertrag, der zwischen dem SC Jülich 1910 und der Stadt Jülich besteht, nicht bekannt.

Lingnau dazu: „Gemäß Inhalt dieses Vertrages wird uns durch die Stadt Jülich als Eigentümerin das alleinige Hausrecht über unser Stadion verliehen. Alleine wir haben zu entscheiden, welche Vereine neben den unsrigen Mannschaften das Stadion und seine Plätze nutzen.“ Deshalb habe man denn, so ließ man die Alemannia wissen, „die Oberhoheit in den Verhandlungen mit Ihnen.“

Lingnau machte aber auf Anfrage deutlich, „dass wir nur im Konsens mit der Stadt und den politischen Gremien mit der Alemannia im Gespräch bleiben. Vorausgesetzt, die Aachener kommen nochmals auf uns zu.“ Dies ist nach Auskunft von Claus Nürnberg, stellvertretender Vorsitzenden, aber bisher noch nicht passiert. Auch er betont, dass das Angebot steht, das aber auch nur zum Zuge kommen kann, wenn die Alemannia in die Viertklassigkeit abrutschen sollte. Bezüglich der Kosten für erforderliche Umbaumaßnahmen steht die Zusage der Alemannia. „Sämtliche Kosten muss dann die Alemannia tragen. Und ein dann abzuschließender Vertrag würde auch nur für eine einzige Saison Gültigkeit haben.“

Und was die politischen Gremien anbelangt, da hat nach Aussage von Lingnau die CDU-Fraktion mittlerweile einstimmig beschlossen, einen möglichen Beschluss der „Zehner“, der Alemannia das Stadion zur Verfügung zu stellen, „voll und ganz mittragen zu wollen, dies auch so an den Rat der Stadt heranzutragen“.

(hfs.)
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