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Jülich: Jüdischer Friedhof in traurigem Zustand

Jülich : Jüdischer Friedhof in traurigem Zustand

Man könnte meinen, dass die Stadt Jülich sorgsam mit der Erinnerung an ihre ermordeten jüdischen Bürger umgeht. Leider ist dies am jüdischen Friedhof nicht so, hat Dirk Eickenhorst dokumentiert.

In Nähe des jüdischen Friedhofs in Jülich steht ein künstlerisch anspruchsvoll gestaltetes Mahnmal, das an die Opfer des Nationalsozialismus im Jülicher Land erinnert. Vor einigen Jahren wurde ein Teil der Grünstraße in „An der Synagoge” umbenannt. Eine Tafel erinnert an einem Wohnhaus an den Standort der Synagoge, die im November 1938 ein Raub der Flammen wurde.

Eickenhorst, Vorstandsmitglied der „Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz”, war mit dem Friedhofsbeauftragten des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Nordrhein, Dieter Peters, auf Besichtigungstour und hat in Jülich Trauriges festgestellt, wie er jetzt der Stadtverwaltung mitteilte.

Bereits im Jahre 2005 ist die Stadt auf den Zustand der äußeren Begrenzungsmauer hingewiesen worden, schreibt Eickenhorst. Der Putz auf der Innenseite ist großflächig abgeplatzt. Eine Risslinie ist „auf Straßenniveau” entlang der gesamten Mauer zu sehen. Das Innere des Mauerwerks ist davon betroffen. Die Mauerkrone ist an vielen Stellen lose und kann abgehoben werden. Einzelne Steine an der Außenseite sind locker und drohen herauszufallen. Seit 2005 sei nichts geschehen.