Jülich: Jörg Roßkopf bleibt Kandidat beim TTC

Jülich: Jörg Roßkopf bleibt Kandidat beim TTC

Bevor der TTC Indeland Jülich ab dem 15. März sein fulminantes Saisonfinale mit fünf Spielen in fünf Wochen absolviert, können die Akteure noch einmal durchatmen. Mit einer Ausnahme: Jörg Roßkopf (39) hat sich für dieses Wochenende in Bielefeld ein Jubiläumsgeschenk gegönnt.

Knapp 20 Jahre nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften bestreitet „Mr. Tischtennis” ein Comeback der Extraklasse. Er startet mit Steffen „Speedy” Fetzner im Doppel bei den Deutschen Meisterschaften.

Da die Vorjahressieger Timo Boll/Christian Süß nur im Einzel antreten und das „Senioren-Paar” gesetzt ist, scheint das Erreichen des Viertel- oder Halbfinales möglich. Die „elder sportsmen” dürften jedenfalls der jüngeren Elite die Schau stehlen.

Jörg Roßkopf ist auch trotz seines inzwischen hohen Alters für einen Aktiven immer noch ein Thema beim TTC Indeland. Ehrenpräsident Arnold Beginn hat erfreut Signale zur Kenntnis genommen, dass „Rossi” in der nächsten Saison nicht mehr unbedingt jede Partie bestreiten muss oder möchte. Vielleicht kann er auf dieser Basis noch ein Jahr in der Herzogstadt dran hängen. Beginn: „Wir brauchen auf jeden Fall noch einen vierten Spieler, der über Erfahrung verfügt.”

Das neue Team scheint wieder ein blutjunges zu werden: Vom Zweitligisten TTC Hagen stoßen die Spitzenspieler Loic Bobillier-Mammot (21/Frankreich) und Filip Szymanski (22/Polen) zum TTC. Und die Zusammenarbeit mit dem 22-jährigen Weltklassemann Wang Zhi (Singapur) steht nach Angaben von Arnold Beginn unmittelbar vor dem Abschluss.

„Wir müssen uns in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld nach der Decke strecken. In der Vergangenheit haben wir mit der Verpflichtung von guten Zweitligaspielen prima Erfahrungen gemacht. Taku Takakiwa ist doch das beste Beispiel”, erklärt der Ehrenpräsident. Die Zukunft des Japaners bleibt übrigens weiter ungeklärt. Nach Angaben des Vereins habe dessen Berater bei einer Jülicher Anfrage erklärt, Takakiwa werde „zu 80 Prozent in Japan und zu 20 Prozent in Deutschland spielen” - was immer das bedeuten mag.

Der Asiate, Roßkopf und Paul Drinkhall, dem bislang kein Angebot des TTC Indeland unterbreitet wurde, sind in den kommenden Wochen noch einmal gefordert. Die fünf Partien zum Ende der Saison bescheren einen engen Terminkalender, aber auch die Chance, in der Tabelle einen großen Sprung nach oben zu machen. Die besten Gelegenheiten bestehen in den beiden Sonntag-Heimspielen gegen Plüderhausen (15. März, 15 Uhr) und Schlusslicht Gönnern (29. März, 15 Uhr).