Jahreshauptversammlung des SC Stetternich

Fußball : Viel zu tun für den SC Stetternich

Zur turnusmäßigen Jahreshauptversammlung trafen sich 32 Mitglieder des SC Stetternich 1908 im Sportheim des Vereins. Nach kurzem Gedenken an das verstorbene Ehrenmitglied Peter Schmitz und der langjährigen Trikotfrau Lotti Langen wurde der Geschäftsbericht 2018/19 vom 2. Vorsitzenden Günter Breuer verlesen.

Dieser fand genauso wie das Protokoll der vorigen Mitgliederversammlung von Geschäftsführer Stefan Zilgens uneingeschränkte Zustimmung.

Die nachfolgenden Berichte der Obleute und Trainer zeichneten das derzeitige Bild der Vereinsstruktur. Im Jugendbereich ist der SC08 auch aufgrund von Kooperationen mit anderen Vereinen in allen Altersklassen vertreten und freut sich über den guten Zuspruch von Jugendlichen und Schülern, obwohl kein Kunstrasenplatz zur Verfügung steht.

Im Seniorenbereich, vor allem bei den Damen, entwickelt sich dies mehr zum Nachteil. Die schlechteren Trainingsbedingungen im Winter und in 2018 aufgrund der besonderen Trockenheit hatten großen Anteil am Abstieg der 1. Damen aus der Landesliga und des mittleren derzeitigen Tabellenplatzes in der Bezirksliga. Die 2. Damen zeigt sich in dieser Saison im oberen Tabellendrittel gefestigt. Beide Mannschaften werden aber in der Rückrunde unter drei Abgängen aus der 1. Damen und einigen Langzeitverletzten leiden müssen.

Sein Leid klagte auch der Trainer der Herren, Basti Müller, weil der Trainingsbetrieb der Herren in der gesamten Saison unbefriedigend sei. Aufgrund der neuen Spielklasseneinteilung ab Saison 2020/21 muss sich der SC08 sogar mit der Kreisliga D auseinandersetzen. Im Frühjahr wollen Vorstand und sportliche Leitung neue Anreize für die nächste Saison geschafft werden, damit mit den aus der A-Jugend aufrückenden Spielern ein neuer Kader für die Zukunft aufgebaut werden kann.

Die von Schatzmeister Damian Knabel vorgestellte Jahresrechnung 2018 schloss mit dem erwarteten höheren Verlust, weil der Verein im vorigen Jahr allein fast 10.000 Euro in die Platzanlage investiert hat. Die Rechnungsprüfer Pia Rubin, Guido Humpert und Harald Rüdiger bescheinigten ordnungsgemäße Buchführung.

Bei den Wahlen des Vorstandes wurden die drei geschäftsführenden Mitglieder Ralf Gottaut, Stefan Zilgens und Damian Knabel genauso wie ihre Stellvertreter Günter Breuer, Holger Stump und Yvonne Himstedt-Bardon wiedergewählt. Als Abteilungsleiter bei den Senioren stehen jetzt Volker Gülpen mit Sabrina Heyartz und Christian Kuckartz in der Verantwortung, die Jugendabteilung wird neu von Mario Nussbaum und Svenja Schmidt geführt.

Neuen rechtlichen Anforderungen tritt der Verein mit einigen Satzungsänderungen entgegen, die alle die Zustimmung der Mitglieder fanden. Hervorzuheben ist die Änderung des Vereinsnamens in SC Stetternich 1908. Anschließend ehrte der Vorsitzende Ralf Gottaut einige Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft und besondere Verdienste um den Verein. Die goldene Vereinsnadel erhielten Helga Büsker, Bärbel Klatt, Jakob Lövenich, Claus Maas, Hans Weber, die noch aus der alten Volleyballabteilung dem SC08 die Treue halten, außerdem die langjährigen Fußballmitglieder Michael Kleypaß, Lothar Kochs, Norbert Kochs, Helmut Lingens und Claus Zantis. Damian Knabel wurde für seine bereits 17-jährige Vorstandstätigkeit ausgezeichnet. Die silberne Vereinsnadel wurde an die langjährigen Jugendtrainer und -leiter Volker Gülpen, Thorsten Wirtz und Thomas Merkens-Hertlein verliehen, ferner an Rosi Breuer, René und Tobias Rainer, Kurt Robens, Hildegard Strauch, Stefan Jungbluth und Stephan Thieme für 25-jährige Mitgliedschaft.

Zum Schluss der Versammlung ging der Vorsitzende auf die Vorschläge der Verwaltung zur Beteiligung der Vereine an den laufenden Kosten für Sportstätten ein. Der SC08 ist hier als ganzjähriger Nutzer des Sportplatzes wie auch der Turnhalle mit Erwachsenensportgruppen betroffen. Die in Beispielrechnungen der Verwaltung ermittelten Vereinsanteile erscheinen zwar im Gegensatz zu anderen Sportvereinen in Jülich nicht existenzbedrohend, dürften aber ohne Beitragserhöhungen nicht finanzieren zu sein. Ralf Gottaut befürchtet den Todesstoß gerade für viele Vereine in den Ortsteilen und setzt sich auch mit dem Stadtsportverband Jülich für eine zurückhaltendere Belastung ein.

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