Jülicher Land: IT-Schulsupport der Stadt Jülich zieht immer größere Kreise

Jülicher Land : IT-Schulsupport der Stadt Jülich zieht immer größere Kreise

Als die Nordkreis-Bürgermeister Ralf Claßen (Aldenhoven), Jürgen Frantzen (Titz), Hermann Heuser (Niederzier), Heinrich Stommel (Jülich) und Wolfgang Witkopp (Linnich) am Freitag mit kdvz-Geschäftsführer Karl Heinz Wergen zusammengekommen sind, feierten sie mit dem IT-Schulsupport ein Paradebeispiel der viel beschworenen Interkommunalen Zusammenarbeit.

„Die Stadt Jülich hat sich bereits seit 2004 intensiv mit der EDV-Ausstattung in ihren Schulen beschäftigt“, erinnerte Gastgeber Heinrich Stommel an den Beginn, als sich schnell die Frage stellte, wer Medien und Informationstechnologie an den Schulen betreut. Das erfolgte zunächst durch eine externe Firma, bevor die Stadt den Schulsupport in Eigenregie übernahm.

Dabei wurde ein standardisiertes und strukturiertes Verfahren gewählt mit dem Hintergedanken, diese Dienstleistungen auch anderen Kommunen anzubieten. So stiegen zunächst Titz und Niederzier mit ins Boot, später auch die Stadt Linnich, da sich die positive Resonanz bei den beteiligten Schulen rasch rundgesprochen hatte. Es sei kein Problem gewesen, sich der professionellen Lösung anzuschließen, berichtete Wolfgang Witkopp, der zudem den Vorteil sieht, dass es alle gleich machen, was er als Win-Win-Situation rühmte.

Am 1. Januar ist mit der Gemeinde Aldenhoven die letzte Nordkreis-Kommune dem interkommunalen IT-Schulsupport beigetreten. Die Zustimmung aus der Politik sei ohne Diskussion erfolgt, sagte Ralf Claßen. Man erhoffe sich Synergien bei moderaten Kosten. Nach dem Start in der GGS Aldenhoven sei ein weiteres Projekt für Gesamtschule geplant.

Besonders gelobt wurden die kurzen Reaktionszeiten bei gemeldeten Problemen und die umfassende Expertise des Support-Teams, von dem Benny Eisenbeider und Kenny Johnen ebenfalls mit am Tisch saßen. Dazu kam Kerstin Hessel, die in der Gemeinde Titz Ansprechpartnerin in Sachen IT-Schulsupport ist.

„Es war einer der ersten Meilensteine, die wir vorangetrieben haben“, erinnerte Jürgen Frantzen an weitere Formen der Zusammenarbeit, wie die VHS Jülicher Land, den Schulverband Schirmerschule oder das gemeinsame Gewerbegebiet Campus Merscher Höhe. Mit Freude hat er zudem festgestellt, dass die Art der Zusammenarbeit unabhängiog ist von der Schulform, die betreut wird. Und noch eine Hoffnung flocht Frantzen ein, die im IT-Bereich gar nicht so ungewöhnlich ist: „Die Qualität permanent verbessern und preiswerter machen.“

Wie sein Kollege warb Jürgen Heuser dafür, den Kreis der Partner gerne zu erweitern. „Je größer, desto stärker“, lautete sein Credo. Dazu komme, dass mit der Kommunalen Datenverarbeitungszen-trale Rhein-Erft-Rur (kdvz) ein potenter Partner dem Verbund beratend zur Seite steht.

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