Jülich: Irgendwo zwischen Tex-Mex und Bossa Nova

Jülich: Irgendwo zwischen Tex-Mex und Bossa Nova

„Auch dafür sind wir da, die ersten Schritte zu begleiten”, betonte Organisatorin Virginia Lisken beim Noiseless-Konzert im Bonhoeffer-Haus.

Premiere feierte das Duo „Three 4 Folk”, erwachsen aus dem „ergrauten” Irish-Folk Duo „A greyin”: Guido Heinen und Stefan Stahn (beide Gitarre und Gesang) feierten im April 2002 bei „Noiseless” im Kuba ihr Debüt. Mit Sängerin „Sunflower Cassidy”, wie Lisken sie nannte, sind sie zu einem erfolgversprechenden Trio angewachsen.

Mit Sunflower alias Linda Lanzrath, die sich selbst als „ganz großen John Denver Fan” bezeichnet, dominierte im Trio der Country and Western Style. Mit gutem alten Nashville-Country, „Rose Garden” von Lynn Anderson, starteten die Newcomer in ihre halbstündige Premiere, Stücke wie „Jolene” von Dolly Parton oder „Penny to my name” von Eva Cassidy folgten.

Nach kräftigem Applaus für die Vorband freuten sich die rund 60 Besucher auf die Hauptattraktion in Gestalt von „Maybe not Bob” aus Düsseldorf. Die Brüder Stefan und Markus Wehlings stürmten schon in den 90er als Sänger und Bassist der Dharma Bums die Bühnen und starten nun als Akustik-Duo wieder durch. Die erfahrenen Musiker hatten keinerlei Probleme, ihr Publikum in der Kneipenatmosphäre des Bonhoeffer-Hauses sogleich mit Coverstücken ihrer Lieblingsbands, den Talking Heads, Prefab Sprout oder den Go-Betweens in ihren Bann zu ziehen.

Besonders verzauberten sie mit ihrem einfühlsamen Akustikgitarrenspiel eigener Stücke wie „Looping at the beach”, „the sad satelite” oder „Greenhome refendish”.

Musikalisch einzuordnen sind sie irgendwo zwischen dem Country-Style-Genre „Tex-Mex”, lateinamerikanischem Bossa Nova und melodischem Indiepop. Gerne folgte das verzückte Publikum „Maybe not Bob” ins Außengelände, um dort unplugged bei Kerzenschein den letzten Stücken zu lauschen und den Abend ausklingen zu lassen. Am Rande ereignete sich eine offizielle „Fusion” zwischen „Noiseless” und dem Förderverein des Kindergartens „Kleine Strolche”, der seit drei Jahren während der Konzerte Getränke verkauft.