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Investitionen in Sportplatz am Bendenweg in Linnich

Millionen-Projekte in Linnich : Umgestaltung des Sportplatzes steht ganz oben auf der Liste

Aus Sicht der Linnicher Verwaltung trägt das Jahr 2019 einen besonderen Stempel. Dieses Jahr ist ein Sabbatjahr. Nach eigener Verordnung will die Stadt sich ganz ihrem Auftrags- und Aufgabenkatalag im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts (IHK) widmen und abarbeiten, was auf der To-do-Liste steht.

Neue Projekte sollen 2019 nicht aufgegriffen werden. Das trifft fürs IHK zu, bedeutet aber nicht, das die Stadt sich gänzlich eine schöpferische Auszeit nimmt. Im Gegegnteil.

Am kommenden Donnerstag stehen zwei Projekte auf der Tagesordnung des Stadtrates (18 Uhr im Rathaussaal), die ein Volumen in Höhe von mehreren Millionen Euro umfassen.

Mit über drei Millionen Euro wird der Verbindungsbau veranschlagt, der das Hauptschul- und das Realschulgebäude zum einheitlichen Schulkomplex der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich verschmelzen soll. Neu ist diese Vorhaben nicht. Verwirklichen lässt es sich aber nur mit erheblichen Fördermittel.

Die sollen aus dem Förderprogramm des Bundesbauministeriums „Soziale Integration im Quartier“ fließen. Dieses 2017 aufgelegte Programm ist mit 200 Millionen Euro ausgestattet. Die Stadt Linnich hatte zwar recht zeitnah ihren Förderantrag gestellt, fand bisher aber keine Berücksichtigung. Den Richtlinien entsprechend und aktualisiert wird der Antrag auf Förderung erneut eingereicht – rechtzeitig vor Ablauf der Frist Ende dieses Monats.

Das zweite Millionenprojekt, das die Stadt ins Rollen bringt, liegt quasi vis-à-vis des Schulkomplexes. Der Sportplatz am Bendenweg soll einen Kunstrasen erhalten und zudem mit Tartanbahn und Sprunggrube ausgestattet werden. Fraglos eine sinnvolle Aufwertung des Schulsports und eine fällige Generalkur angesichts des gegenwärtigen Zustands der Sportanlage.

Natürlich hat sich die Stadt im Vorfeld mit der Bezirksregierung in Köln in Verbindung gesetzt und vergewissert, dass ihr Vorhaben ins Richtlinienraster passt, das der Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier 2019“ vorgibt, versichert Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker (SPD).

Eine Garantie auf Förderung ist das freilich nicht. Die Pläne zur Umgestaltung des Platzes liegen vor, ebenso eine Kostenkalkulation. Rund 1,3 Millionen Euro veranschlagt das Architekturbüro Menzel, Lüttich, an Planungs- und Baukosten. Daran könnte sich gegebenenfalls noch etwas ändern. Noch wartet die Stadt auf die Auswertung der Bodenproben, die im Sportplatzbereich entnommen wurden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung könnten sich gegebenenfalls noch auf die Kosten durchschlagen. Zur Ratsitzung sollen sowohl Untersuchungsergebnis als auch aktuelle Kostenberechnung vorliegen.

Wie auch der Verbindungsbau käme die Umgestaltung des Sportplatzes in den Genuss einer 90-Prozent-Förderung aus dem Investitionspakt – wenn der Antrag durchgeht.

Ein wenig schlägt sich der Sabbatjahrgedanke bei diesen beiden Projekten nieder. In der Reihenfolge genießt die Umgestaltung des Sportplatzes Priorität 1. Das sicherlich umfangreichere Vorhaben Verbindungsbau ist mit Priorität 2 versehen. Ungeachtet der offenen Förderzusage hat der Kämmerer für beide Projekte die erforderlichen Gelder im Haushaltsentwurf eingeplant.

(ojo)