Jülich: Integration soll mit Hilfe der Musik funktionieren

Jülich: Integration soll mit Hilfe der Musik funktionieren

„Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König“, mit diesem alten, deutschen Kanon begann ein Projekt, welches das Freiwilligenzentrum in Jülich mit „Jülich hilft“ und Musiklehrern der Jülicher Schulen ins Leben gerufen hat.

„Musik verbindet“, hatten sie sich gesagt und alle 14 Tage dienstags wollen sie sich nun mit Flüchtlingen und Migranten, Schülern, Bürgern, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, und all jenen, die Freude am Gesang und der Musik haben, im Musikraum des Mädchengymnasiums treffen, um dort eine Stunde lang miteinander zu singen und über die Musik eine gemeinsame Sprache zu finden.

Der Anfang ist ein schleppend. Nur ein junger Flüchtling hatte mit seiner Betreuungsfamilie den Weg ins Mädchengymnasium gefunden. Außerdem waren einige Schülerinnen und Musikfreunde gekommen. Viviana Gerstengarbe, Martina Sowa, Kerry Jago, Günter Jansen und Christoph Rück wollen im Wechsel diese Aktion betreuen.

Kultur näher bringen

Den Anfang machte Martina Sowa. Sie ging voller Erwartung an diese Aufgabe. „Viele Länder haben wenig Gesangskultur“, gab sie zu bedenken und meinte weiter, „ich würde mich freuen, wenn die Migranten und Flüchtlinge uns ein wenig von ihrer Kultur näher bringen. Sie können ja etwas in Richtung Rhythmus oder Tanz einbringen.“ Doch zunächst einmal wollen sie es mit Gesang und einfachen kleinen Liedern mit wenig Text versuchen. Deshalb bot sich auch der Kanon besonders an.

(Kr)
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