Institution seit 50 Jahren: das Overbacher Adventssingen

Feststimmung in Barmen : Institution seit 50 Jahren: Das Overbacher Adventssingen

Mit einem Jubiläumskonzert für geladene Gäste und in Anwesenheit der beiden „Erfinder“ feierte Haus Overbach eine echte Institution. Das Adventssingen gibt es nun seit 50 Jahren. Es wurde eher zufällig aus der Taufe gehoben.

„Wir haben Sie zu diesem ganz besonderen Jubiläumskonzert eingeladen“, begann Pater Josef Költringer, der Hausoberer von Haus Oberbach, seine herzliche Ansprache, „weil Sie alle in irgendeiner Form mit Overbach zu tun haben“. Denn eingeladen hatte man die vielen Gäste in die Klosterkirche, um mit ihnen gemeinsam auf 50 Jahre Overbacher Adventssingen zurückzublicken und sich auch an die Anfänge zu erinnern. Auf dem Plan stand ein hochkarätiges Konzerterlebnis, das auch in diesem Jahr traditionell von den beiden Overbacher Chören, dem Kinderchor sowie dem jungen Chor und dem Blasorchester bestritten wurde.

Zusätzlich jedoch gab es einen ausführlichen Sonderteil mit musizierenden ehemaligen Schülern und langjährigen Wegbegleitern, die den musikalischen Rahmen für eine geschmackvoll inszenierte Dialogszene der beiden Erfinder des Overbacher Adventssingens – Bruno Rosewick und Pater Manfred Karduck – schufen.

Ein Elternnachmittag

Es begab sich im Jahr 1968, als Rosewick einen Elternnachmittag für die Eltern der Unterstufenschüler aus der Taufe heben wollte und Pater Karduck um musikalische Beiträge hierfür bat. Bruno Rosewick hatte Liedtexte geschrieben und kleine Inszenierungen ausgearbeitet. Aus dem zunächst beschaulichen Elternnachmittag, bei dem fast ausschließlich die Angehörigen der Unterstufenschüler das Auditorium bildeten, wurde schnell ein ansehnlicher Publikumserfolg sowie ein fester Termin in Haus Overbachs Veranstaltungskalender – bis heute.

Zauberhaft schöne Bilder

Besonders an humorvolle Begebenheiten ganz zu Anfang jener Veranstaltungsreihe, die nun schon seit einem halben Jahrhundert ihre Zuhörer in Weihnachtsstimmung versetzt, erinnerten Rosewick und Karduck sich und das Publikum heute noch gerne. Während des ganzen Abends wurden zauberhaft schöne Bilder von Marietheres Löw, einer ehemaligen Kunstlehrerin Haus Overbachs, an die Wand projeziert, jeweils fein abgestimmt mit den musikalischen Programmpunkten.

„Diese Bilder lassen erahnen, wie wunderschön auch künstlerisch die Kapelle jedes Jahr im Rahmen des Adventssingens gestaltet war“, erinnerte sich Pater Költringer, der den Abend herzlich und geschmackvoll moderierte. Die Musik sollte jedoch auch in diesem Jahr im Vordergrund stehen, und geboten wurde eine bunte musikalische Reise mit internationalen Weihnachtsliedern aus verschiedenen Epochen, die auf gewohnt hohen künstlerischen Niveau und mit viel Spielfreude dargeboten wurden. Mit viel Applaus bedankte sich das festlich gestimmte Auditorium, das den vielen schönen Erinnerungen an das Overbacher Adventssingen aus der Vergangenheit nun noch eine weitere schöne hinzufügen konnte.