Linnich: Infotag zum Bluthochdruck

Linnich: Infotag zum Bluthochdruck

Bluthochdruck (Hypertonie) spürt man häufig nicht, denn die Erkrankung verursacht meist keine Beschwerden. Deshalb freuten sich Ulrike Reinarz und Claudia Königs, beide ausgebildete Hypertonieassistentinnen, und Dr. med. Achim Fritz, ausgebildeter Hypertensiologe der Deutschen Hochdruckliga und Leitender Arzt Nephrologie / Dialyse im Linnicher Krankenhaus, über das rege Interesse an der Infoveranstaltung zum Thema.

Anlässlich des Welthypertonietags standen sie für Gespräche und Blutdruckmessungen im Linnicher Krankenhaus zur Verfügung. Etwa 75 Personen ließen den Blutdruck überprüfen und rund 15 nahmen die Gelegenheit wahr, Dr. Fritz Fragen zu stellen. Diese bezogen sich hauptsächlich auf medikamentöse Blutdrucksenker, Nebenwirkungen und Alternativen.

Wichtig ist, dass die Patienten die Tabletten regelmäßig einnehmen, denn ein wenig Geduld braucht man, um den Blutdruck gut einzustellen. Auch die Ernährung bei Bluthochdruck war Thema und Fragen an den Nierenarzt bezüglich Nierenschädigungen fehlten ebenfalls nicht.

Unbehandelt kann die Hypertonie große Schäden im Körper verursachen. Bluthochdruck erhöht neben dem Risiko für Nierenversagen auch das für Schlaganfall und Herzerkrankungen. Beispielsweise Herzrhythmusstörungen können dazu führen, dass sich kleinste Blutgerinnsel während der Flimmerphasen in den Vorhöfen bilden, die später Blutgefäße teilweise oder ganz verschließen. Verstopfen sie Arterien im Gehirn, kommt es zum Schlaganfall.

Hoher Blutdruck muss deshalb unbedingt behandelt werden. Der erste Schritt ist die Messung, um überhaupt feststellen zu können, wie hoch der Druck ist. Ist er erhöht, sind weitere Messungen bis hin zu einer 24-Stunden-Messung angezeigt, denn natürlich schwankt der Blutdruck je nach Tageszeit, Aktivität oder Stresspegel.

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