Fester Bau in Planung: „Indelandmäuse“ ziehen in Kindergartencontainer

Fester Bau in Planung : „Indelandmäuse“ ziehen in Kindergartencontainer

Blaue und gelbe Luftballons wiesen den Weg zur neuen Kindertagesstätte „Indelandmäuse“ an der Römerstraße in Inden/Altdorf. Träger der zunächst provisorischen Einrichtung in 32 Containern ist der Kreis Düren in Form der „Kreismäuse AöR“.

„Wir haben hier kurzfristig ein Betreuungsangebot geschaffen, um den akuten Bedarf zu decken“, so Landrat Wolfgang Spelthahn bei der offiziellen Einweihungsfeier. Gemeinsam mit Indens Bürgermeister Jörn Langefeld betonte er, dass die Kommunen und der Kreis bei der Kinderbetreuung an einem Strang ziehen wollen.

In den kommenden Wochen gehen noch drei weitere vom Kreis betriebene Kindertageseinrichtungen an den Start. Um den Bau kümmert sich die kreiseigene Gesellschaft für Infrastruktur „GIS“, darüber hinaus plant der Kreis Düren, bereits bestehende Kitas in kommunaler Trägerschaft bei Bedarf unter seine Fittiche zu nehmen. Man verspricht sich von der Bündelung vieler Einrichtungen — ähnlich wie bei den kirchlichen Kitas unter dem Dach von profinos - Synergieeffekte. „Wir können dann effizienter und wirtschaftlicher planen“, so Spelthahn.

Davon und vor allem von einer qualitativ hochwertigen Betreuung profitieren vor allem die Kinder. Die fühlen sich — ebenso wie ihre vier Erzieherinnen — in der neuen Kita pudelwohl, wie Kita-Leiterin Sandra Paratsch betonte. „Auch wenn die Container von außen nicht so schön aussehen, innen ist alles schön und modern eingerichtet“, erklärte der Landrat weiter. Holzböden, große Fenster, modernes Mobiliar und gemütliche Rückzugsorte schaffen innen eine echte Wohlfühlatmosphäre.

Momentan werden 28 Kinder im Alter von einem bis vier Jahren in zwei Gruppen betreut. „Wir werden aber in den kommenden Wochen noch weitere Kinder aufnehmen“, so Elke Ricken-Melchert vom zuständigen Amt für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren.„Wir setzen uns sehr für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein“, so Ricken-Melchert weiter.

Bis zu 45 Plätze in drei Gruppen sind maximal vorgesehen. „Unsere Öffnungszeiten sind von 7.15 bis 16.15 Uhr, und wir bieten Betreuungsumfänge von 25, 35 und 45 Stunden an“, erläutert Sandra Paratsch. Mittelfristig wird der Kreis ein Gebäude für die „Indelandmäuse“ in Inden/Altdorf errichten, man ist bereits auf der Suche nach einem Grundstück. Der Landrat geht von circa zwei bis drei Jahren bis zur Realisation aus.

Der Kreis will künftig bereits bei der Planung von neuen Wohngebieten Raum für neue Kitas schaffen. Den kirchlichen Segen für das Provisorium und seine Nutzer überbrachten der katholische Pfarrer Dr. Dominik Heringer und der evangelische Pastor Daniel Müller-Thòr, die gemeinsam mit Kindern, Eltern, Erzieherinnen und Ehrengästen beteten und sangen, bevor die Kindergartenkinder einen Tüchertanz zum Programm beisteuerten.

(dol)