Jülich: In Jülich werden 189 weitere Studentenbuden gebaut

Jülich: In Jülich werden 189 weitere Studentenbuden gebaut

Das Thema ist in aller Munde: Die deutschen Unistädte brauchen zusätzlichen studentischen Wohnraum, um den durch den doppelten Abiturjahrgang bedingten Studierendenansturm im nächsten Jahr aufzufangen. Die kleineren, außerhalb liegenden Hochschulstandorten, wie die FH-Abteilung in Jülich, wo zurzeit rund 3250 Studierende eingeschrieben sind, bilden keine Ausnahme.

Auch dort dürfte es für Erstsemester schwierig werden, gute und bezahlbare Unterkünfte zu finden. Das Studentenwerk Aachen erweitert sein Wohnraumangebot deswegen nicht nur im Aachener Hochschulbereich, sondern auch in Jülich: Auf einer am FH-Campus gelegenen Ackerfläche in der Heinrich-Mußmann-Straße werden spätestens bis zum Wintersemester 2013/14 vier dreigeschossige Gebäude mit insgesamt 189 Wohnplätzen entstehen. In der vergangenen Woche wurde bereits mit dem Erdaushub begonnen.

Das Studentenwerk schafft in dem neuen Gebäudekomplex überwiegend Einraumwohnungen. Zusätzlich wird es drei behindertengerechte und einige Wohnungen mit zwei Zimmern geben. Mit einem gut durchdachten Konzept vereint das Studentenwerk günstige Baukosten und attraktiven Wohnraum: Die Planung der neuen Wohnheime basiert auf einer einfachen, aber hochwertigen Bauweise aus Betonfertigteilen und einem sich wiederholenden Standard-Raumraster, was zum einem die Kosten eindämmt und zum anderen eine kurze Bauzeit ermöglicht. Mit energetischen Konzepten, wie beispielsweise einem Blockheizkraftwerk, werden zudem die laufenden Betriebskosten der Gebäude nachhaltig minimiert.

Mit modernem Standard, einem großzügigen Raumangebot und zahlreichen Freizeiteinrichtungen trägt man darüber hinaus dem gewachsenen Anspruch der Studierenden Rechnung. Als Ergänzung für das benachbarte, 1999 erbaute Wohnheim „Solarcampus Jülich“ stehen den Studierenden demnächst eine Sauna, ein Fitnessraum, eine Bar, Felder für Beachvolleyball und Fußball sowie ein Grillplatz zur Verfügung. Die Optik der neuen Wohnanlage wird sich an die der Fachhochschule auf dem Campus anlehnen.

Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Jülich konnte das Projekt zügig in die Wege geleitet werden. Zudem fand man gemeinsam, vor allem im Sinne der Nachbarschaft, vertretbare Kompromisse. So wurden bei der Landschaftsplanung die Wünsche der Anwohner berücksichtigt, indem der neue Gebäudekomplex nach hinten gerückt und durch einen Grüngürtel mit anspruchsvollem Baumbestand vom „nicht studentischen“ Umfeld abgegrenzt wird.

Das rund 12,5 Millionen Euro teure Wohnheim in der Heinrich-Mussmann-Straße ist eine von drei geplanten, komplett eigenfinanzierten Anlagen des Studentenwerks in Aachen und Jülich. Bis spätestens 2014 will das Studentenwerk seine Wohnkapazitäten um 700 Plätze erweitern.

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