Jülich: In Jülich Kunst als verbundendes Medium gewürdigt

Jülich: In Jülich Kunst als verbundendes Medium gewürdigt

Im Vorfeld der Ende September deutschlandweit veranstalteten „Interkulturellen Woche“ hat der Integrationsrat der Stadt Jülich die Vernissage zur Ausstellung „Kunst verbindet“ des Kunstvereins Jülich mit einem musikalischen Begleitprogramm bereichert.

Beteiligt an der Choreografie waren Professor Da Zhang, der für seine Interpretation des Liedes „Reedblumen“ und besonders der eines „Pferderennens“ viel Beifall erntete, der Hulusi-Chor des chinesischen Kulturvereins sowie Emin Tahiri, dessen Mandolinenspiel aufmerksame Zuhörer fand.

„Wir alle wissen, dass Kunst verbindet“, sprach Bürgermeister Axel Fuchs die zahlreichen Gäste an und gab zu bedenken, dass dies möglicherweise draußen nicht bei allen so sei. In Jülich hätten Menschen aus 104 Nationen eine Heimat gefunden und so sei es „unsere gemeinsame Aufgabe, über die Kunst Verständnis zu wecken“.

Ein besonderes Lob galt Anne-Marie Höthker, Vorsitzende des Integrationsrats, Beatrix Lentzen, Sozialplanerin der Stadt Jülich, und der Vorsitzenden des Kunstvereins, Kirsten Müller-Lehnen, für die vorzüglich funktionierende Kooperation im Sinne der interkulturellen Verständigung.

Die Organisatorinnen hatten Künstler mit Migrationserfahrungen in einer Ausschreibung eingeladen, sich für die Ausstellung im Hexenturm zu bewerben. Sie sollten in Jülich wohnen oder durch enge Kontakte zu den Kulturvereinen der Stadt eine besondere Beziehung hergestellt haben. Ausgewählt wurden vier Künstlerinnen und zwei Künstler, die sich in Vorgesprächen auf das Thema in seinen vielfältigen Facetten fokussierten und die Auswahl ihrer Werke aufeinander abstimmten. Mit dem Kunsthistoriker Dr. Josef Gülpers hatte man einen exquisiten Kenner der Kunstszene für die Einführung gewonnen.

Seine Kurzvorstellungen und Charakterisierungen der Werke von Olga Peters aus Kasachstan, Barbara Kobertz (Polen), Myriam Woischnik de Buck (Belgien), Lan Shao (China), Tatsuo Shoji (Japan) und Sulaiman Kolos aus Syrien vermittelten den Kunstfreunden einen fundierten Einstieg in die individuelle Betrachtung.

Mit der Ausstellung möchten die sechs Künstler, „eine Harmonie aufbauen“. Diese Intention schien im Verlauf der Vernissage aufzugehen, bestätigt wurde sie durch die abschließende Feststellung des Kunstexperten, in der er gleichzeitig den Veranstaltern ein bemerkenswertes Kompliment aussprach: „Die Zusammenarbeit funktionierte, und ich sehe in dieser Ausstellung und in diesen Künstlern ein Vorbild für unsere gesamte Gesellschaft.“

Mit einem internationalen Fingerfood-Buffet erfreute Souad Kerroumi vom Marokkanischen Kulturverein die Gäste. Die Ausstellung ist bis zum 1. Oktober zu sehen sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

(jago)