Aldenhoven: In Asylverfahren durchgefallen: Viele Flüchtlinge verunsichert

Aldenhoven: In Asylverfahren durchgefallen: Viele Flüchtlinge verunsichert

Seine „kleine, aber harmonische Auseinandersetzung mit dem Innenminister“, wie es Bürgermeister Ralf Claßen formulierte, hat ihm eine Einladung von Ralf Jäger eingetragen. „Wir werden in Kürze nach Düsseldorf fahren“, berichtete er im Schul- und Sozialausschuss.

Ansonsten würden in der Gemeinde 20 Flüchtlinge weniger betreut, das sei der normalen Fluktuation geschuldet. Ansonsten konstatierte der Bürgermeister einen „gewissen Routinebetrieb, der beherrschbar ist“.

Pfarrer Charles Cervigne vom Flüchtlingskreis Aldenhoven bezifferte die Zahl der Flüchtlinge auf 238 Personen und machte deutlich, dass darunter auch Menschen seien, die in ihren Anerkennungsverfahren „durchgefallen sind“. Das habe große Verunsicherung bei diesem Personenkreis ausgelöst und auch im Flüchtlingskreis, in dem es große Diskussionen zum bestehenden Asylgesetz gebe.

„Wir müssen mit Verwerfungen umgehen und auch mit Tränen“, machte Cervigne deutlich, der ebenfalls unterstrich, dass sich die Arbeit im Flüchtlingskreis verändert hat — nicht nur, was die emotionale Komponente betrifft. So will das ehrenamtliche Gremium künftig die notwendigen Sprachkurse für sein Klientel selbst organisieren.

Bürgermeister Claßen verriet in diesem Zusammenhang noch, dass dem Flüchtlingskreis Aldenhoven Mitte Juni in Langerwehe der Ehrenpreis für soziales Engagement des Kreises Düren verliehen wird.

(ahw)
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