Jülich: Immobilienpakt für die städtische Tochter

Jülich: Immobilienpakt für die städtische Tochter

Mit dem Jahreswechsel gehen in vielen Bereichen Veränderungen einher, von denen mal positive, mal negative, gegebenenfalls auch keine spürbaren Veränderungen im Vergleich zum Ursprungszustand erwartet werden. Letzteres ist wohl eher der Fall bei einem eigentlich großen Wechsel, der sich in aller Stille vollzog.

Die Stadt Jülich hat ihren Immobilienbesitz bis auf einige Reste an die Stadtentwicklungsgesellschaft SEG verkauft.

Seit dem 1. Januar ist die SEG Eigentümerin von immerhin rund 120 Wohneinheiten überwiegend in der Jülicher Kernstadt. Der Besitzerwechsel geht auf einen Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses vom Juni 2009 zurück. Die Stadt hatte bei dem Geschäft vor allem den zu erwartenden Erlös im Sinn - als kräftige Frischzellenkur für den kranken Haushalt.

Denn: Die SEG, obgleich hundertprozentige Tochter der Stadt, blätterte ein stattliches Sümmchen hin. „Das war schon ein angemessener Preis”, bekräftigt SEG-Geschäftsführer Frank Drewes. Ein Geschäft zu „marktgerechten Konditionen” eben und kein Übertrag zu dem berühmten 1-Euro-Obolus. An der Kaufsumme - 1,8 Millionen Euro - die vor gut anderthalb Jahren hinter verschlossenen Türen gehandelt wurde, soll sich dem Vernehmen nach nicht allzu viel geändert haben.

Mehr von Aachener Zeitung