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Inden/Altdorf: Im Tagebau geht die Löss-Schicht aus

Inden/Altdorf : Im Tagebau geht die Löss-Schicht aus

Die Braunkohlenbagger stehen dicht vor Inden und Altdorf und fressen sich vor. Am anderen Ende des Tagebaus entsteht schon die neue Landschaft, die in einigen Jahren zum Beispiel der Landwirtschaft reiche Erträge bescheren soll.

Betreiber RWEPower steht allerdings vor einem großen Problem bei der Rekultivierung von „IndenI”: Der fruchtbare Löss-Boden wird zur Mangelware. Die Vorgaben im Braunkohlenplan können unter Umständen nicht erfüllt werden.

Diese Botschaft vernahmen die Mitglieder des Planungsausschusses am Donnerstag. „Es gibt ein Massenproblem”, erläutert der stellvertretende Verwaltungschef Ulrich Schuster.

Je weiter sich die Schaufeln in Richtung Rur und Inde graben, desto dünner werden die Löss-Schichten, die dem Boden im Rheinland stellenweise eine besondere Note und spezielle Eigenschaften verleihen. Die Zuckerrübe zum Beispiel ist auf diesen Untergrund angewiesen.

Gehe Rheinbraun-Nachfolger RWEPower in gleicher Weise vor wie bisher, kippt bis zu zwei Meter dicke Löss-Schichten auf, ist in absehbarer Zeit Schluss.

„Dann würden größere Rohkippen über acht Jahre offen bleiben. Es gäbe keinen echten Rekultivierungsabschluss”, zeigt Schuster eine vom Bergbautreibenden dargelegte Folge auf. Im Klartext: Diese Bereiche wären landwirtschaftlich nicht nutzbar.

Guter Rat ist nun teuer, sollen die Vorgaben des rechtskräftigen Braunkohlenplanes erfüllt werden. RWEPower erarbeitet Alternativen, die den Gremien später vorgestellt werden.

Die Gemeinde hat nicht nur vor diesem Hintergrund eine Fristverlängerung erwirkt, um zu den Plänen Stellung zu nehmen.

Politik und Verwaltung möchten sich mit dem Tagebaubetreiber bereits bei „Inden I” über eine Einbindung des Projektes „Wasserlandschaft Inden” einigen, dessen Zentrum Tagebau Inden II liegen soll.