Aldenhoven: IG BCE ehrt in Aldenhoven langjährige Kumpel

Aldenhoven: IG BCE ehrt in Aldenhoven langjährige Kumpel

„Diese Feier ist nur für Euch. Sie ist ein Dankeschön für jahrzehntelange Treue zur Gewerkschaft.“ Mit diesen Worten begrüßte Vorsitzender Hans Rennett die Jubilare der IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie) im schönen Ambiente von Gut Köttenich.

Eingeladen waren insgesamt 20 Männer, die auf 25 bis 70 Jahre Zugehörigkeit zur Gewerkschaft verweisen konnten. Einige von ihnen waren wegen Erkrankung leider nicht mit dabei.

Mit dabei waren die Ehefrauen und Lebensgefährtinnen der Jubilare, die der Vorsitzende mit einem Blumenstrauß willkommen hieß, und als Gäste Bürgermeister Ralf Claßen, den neuen Bezirkssekretär René Krosch und seinen über 35 Jahre tätigen Vorgänger Josef Möres. Für die musikalische Unterhaltung sorgte wie immer Manfred Vogt.

Aldenhovens Bürgermeister Ralf Claßen fühlte sich unter den ehemaligen Bergleuten wohl, die eine alte Tradition zu bewahren wissen. Leider wisse die junge Generation derartige bedeutende gesellschaftliche Werte wie Tradition nicht mehr zu schätzen. Gingen sie verloren, verarme die Gesellschaft, und es verschwinde das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Mit dem Bergmannsgruß „Glückauf“ stellte sich IGBCE-Bezirkssekretär Krosch vor. Zuvor hatte er verschiedene Stationen durchlaufen, aber auch die Chance erhalten, eine Ausbildungszeit im Steinkohlenbergbau zu verbringen. „In dieser Zeit habe ich erfahren, was das Wort Kumpel bedeutet. Kumpel heißt, füreinander da zu sein.“

Auch Krosch bedauerte die zunehmende Zurückhaltung der Jugend in der Übernahme von gesellschaftlichen Verpflichtungen, wie beispielsweise Vorstandsarbeit. Krosch ging auch auf die angedachte Vereinigung der beiden Ortsgruppen Aldenhoven und Siersdorf ein.

Dort, wo Organisationen noch funktionieren, werde man eine Beibehaltung fördern.

René Krosch nahm die Jubilare mit auf eine geraffte „Zeitreise“ in Anlehnung an deren Eintrittsjahre: 1946 Nachwirkungen des Holocaust; 1956: „Samstags gehört der Vati mir“, Einführung der Fünf-Tage-Woche; 1966: Demonstration gegen Zechenschließungen im Ruhrgebiet; 1976: 88 Prozent Organisationsgrad; 1991: 1. Gesamtdeutscher IGBE-Kongress und Demonstration gegen Kahlschlag im Bergbau. Da kamen Erinnerungen auf.

Im Anschluss hieran nahmen die Vorstandsmitglieder Hans Rennett, Schriftführer Toni Brosius und Kassierer Horst Kral unter Beteiligung der beiden Ehrengäste die Jubilar-Ehrung durch.

(gre)