Siersdorf: Heute vor 25 Jahren: Die letzte Schicht der Zeche „Emil Mayrisch“ Siersdorf

Siersdorf: Heute vor 25 Jahren: Die letzte Schicht der Zeche „Emil Mayrisch“ Siersdorf

Wo heute Autos der Zukunft im Aldenhovener Testing-Center (ATC) erprobt werden und sich immer mehr Kunden für ihre Entwicklungen anmelden, ist der ehemalige Betrieb der Zeche Emil Mayrisch Siersdorf längst in Vergessenheit geraten.

Zum Erinnern an die Zeit mit dem ehemals modernsten Bergwerksbetrieb im Aachener Revier ist aber der 18. Dezember 2017 nochmals ein bedeutsames Datum. Denn vor 25 Jahren — am 18. Dezember 1992 - war der Tag der Schließung der Zeche Emil Mayrisch ebenfalls ein deutliches Zeichen für den Beginn einer Kohlenkrise in Deutschland. Betroffen davon war auch das Aachener Revier mit den Zechen des Eschweiler Bergwerks-Vereins.

Die letzte Schicht verlässt am 18. Dezember 1992 die Grube Emil Mayrisch. Mit ihr wurde ein Schlussstrich unter 54 Jahre Foto: Wolfgang Plitzner

Für viele ehemalige Kumpel, die heute noch an die Jahre des Arbeitslebens zurückdenken, ist vor allem die Kameradschaft unter den Bergleuten in Erinnerung geblieben, aus denen auch heute noch viele Freundschaften bestehen.

Für viele Kumpel war die letzte Schicht ein emotional bewegender Augenblick, den dieser Bergmann in Reimform fasste. Foto: Archiv

Glücklicherweise konnte mittlerweile nicht zuletzt auch durch die beharrliche Initiative des Dürener Landrates Wolfgang Spelthahn auf dem ehemaligen Siersdorfer Zechengelände Emil Mayrisch eine Autoteststrecke eingerichtet werden, die in ihrer Entwicklung mittlerweile weltweite Bedeutung erlangte. Über das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen wird eine zunehmende Auslastung des Testareals verwirklicht.

Als weltweites Merkmal stellt neben den Fahrbahnerprobungen auf verschiedenen Straßen auch die Signalerkennung des künftigen europäischen Galileo-Satellitensystem ein besonderes Merkmal im Testgelände dar. An den Bergbau, der hier mehr als fünf Jahrzehnte betrieben wurde, erinnern heute eine Lore auf grüner Wiese und die große Halde an der B56.