Jülich: Herbstkonzert des Overbacher Kammerchors

Jülich: Herbstkonzert des Overbacher Kammerchors

„Das ist doch einmal etwas, woraus sich was lernen lässt! Bach ist der Vater, wir sind die Buben. Wer von uns was Rechtes kann, hat‘s von ihm gelernt.“ Über Johann Sebastian Bach existieren viele rühmende Worte. Vorgenanntes Zitat stammt allerdings von niemand geringerem als von Wolfgang Amadeus Mozart, der trotz oder vielleicht sogar wegen seiner herausragenden Leistungen stets Bach als Vorbild sah.

Mit Bach und Mozart beschäftigte sich auch der Overbacher Kammerchor, der sein Herbstkonzert in der nahezu voll besetzten Jülicher Propsteikirche gab. „Laudate Dominum“ (Lobet den Herren) — Musik zum Totensonntag, so der Titel des Konzertes, das sich inhaltlich sowohl mit der Vergänglichkeit, als auch mit dem Trost und der Freude durch den Glauben befasste.

Gewohnt hoch professionell sowie künstlerisch auf einem Niveau, das sich bundesweit und international Vergleichen nicht scheuen muss, war schon der Anblick der Overbacher Sängerinnen und Sänger ein Genuss.

Wieder einmal hatte man es sich unter der Leitung von Kerry Jago, dem Leiter der Overbacher Singschule, bei der Programmauswahl nicht leicht gemacht. Mit Bachs „Jesu, meine Freude“ BWV 227 sowie Mozarts „Vesperae solennes de confessore“ KV 339 hatte man sich Werke von der anspruchsvollen Sorte auserwählt. Von der ersten Minute an gelang es, den musikalischen Funken auf die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer überspringen zu lassen, woraus sich eine Atmosphäre ergab, die dem Auditorium wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Begleitet vom virtuosen Spiel Michael Mohrs an der Tonorgel sowie der Solisten an Violine, Cello, Trompete und Pauken, gelang es den Overbacher Musikern, ein rundum gelungenes Konzerterlebnis zu kreieren, das das Publikum restlos begeisterte.

(rb)
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