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Wilhelm Johann Sieben geht leer aus: Heimat-Preis wird in Titz dreigeteilt

Wilhelm Johann Sieben geht leer aus : Heimat-Preis wird in Titz dreigeteilt

Den Heimat-Preis 2019 der Landgemeinde Titz in Höhe von 5000 Euro teilen sich der Heimatverein Hasselsweiler, die Rödinger Historetten und der Bürgerverein „Alte Schule Rödingen“ zu gleichen Teilen.

Das entschied der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Von den eingereichten Bewerbungen geht lediglich Wilhelm Johann Sieben leer aus, der einen kompletten Aktenordner mit Schriftstücken und heimatkundlichem Material zu Opherten vorgelegt hatte. In den Statements der Fraktionsvorsitzenden wies Christian Waldrich (Bündnisgrüne) darauf hin, dass die beiden Kriterien Heimatbezug sowie Umfang und Nachhaltigkeit von den Bewerbern erfüllt worden seien. Robert Holzportz (CDU) legt Wert auf die Feststellung, dass die Zurückstellung von Siebens Fleißarbeit zu Opherten keineswegs als Abstrafung zu verstehen sei. Mit Fred Schüller (SPD) ist Holzportz jedoch der Auffassung, dass der Heimatpreis im kommenden Jahr eine Konkretisierung erfahren sollte und 2020 ein projektbezogener Ansatz zum Tragen kommt.

Bürgermeister Jürgen Frantzen nahm es ganz genau, als die Verabschiedung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 40 im Bereich der Kroschstraße in Rödingen zur Abstimmung stand. Sämtliche Stellungnahmen von Bürgern, Behörden oder Trägern öffentlicher Belange trug der Rathauschef vor und ließ über Kenntnisnahme und Beachtung bzw. Abwägungsentscheidungen aus Gründen der Rechtssicherheit einzeln abstimmen. So entwickelte sich ein Abstimmungsmantra aus „Fragen, Gegenstimmen, Enthaltungen, damit so beschlossen“, das über geraume Zeit den Bürgersaal erfüllte. Vorab hatte Frantzen berichtet, dass es mit dem Kreis Düren gelungen sei, das Problem mit der Beseitigung des Oberflächenwassers zu lösen. Der Abstimmungsmarathon einschließlich abschließendem Satzungsbeschluss erfolgte jeweils einstimmig.

Ebenfalls einstimmig folgte der Gemeinderat der Empfehlung des Rechnungsprüfungsausschusses und stellte den Jahresabschluss 2018 fest und erteilte damit gleichzeitig Bürgermeister Frantzen Entlastung. Die Prüfung hatte zu keinen Einwendungen geführt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 1,23 Millionen Euro wird durch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage ausgeglichen.

Einziges kontrovers diskutiertes und abgestimmtes Thema war der Grundsatzbeschluss über zu verwendende Materialien bei der Neuanschaffung von Spielgeräten. Während sich Fred Schüller, Christian Waldrich und Detlef Cremer (WIR) für Einzelfallentscheidungen bzw. individuelle Lösungen aussprachen, möchte Robert Holzportz den Werkstoff Holz bei Spielgeräten künftig ausschließen. Er plädierte dafür, den Haushaltsansatz für die Anschaffung von Spielgeräten zu erhöhen und die Beträge nachhaltig zu investieren. „Das ist langfristig die vernünftigste Art.“ Dieser Auffassung stimmte der Gemeinderat mit 13:8-Stimmen mehrheitlich zu.

(ahw)