Flüchtlingsunterkunft: Haushalt in Inden steht erneut im Mittelpunkt

Flüchtlingsunterkunft : Haushalt in Inden steht erneut im Mittelpunkt

Am Mittwoch soll der Hauptausschuss der Gemeinde Inden nach zweimaliger Verlängerung die Beratungen des Haushalts für das Doppeljahr 2019/20 abschließen. Die außerplanmäßige Sitzung ist öffentlich und findet ab 18 Uhr im Ratssaal statt.

Neben den Streitpunkten um die ohne Kenntnis des Rates von Bürgermeister Jörn Langefeld (parteilos) geänderten Immobilienversicherungen und den Folgekosten des Strafantrags, den Langefeld wegen des Verdachts der Untreue gegen seinen Vorgänger Ulrich Schuster gestellt hat, zeichnen sich weitere Ausgaben ab, die keine laufenden Kosten sind. Der provisorische Erweiterungsbau der Grundschule Inden dürfte die Gemeinde teurer kommen als im Schulausschuss zuvor besprochen. Die Mehrkosten erhöhen sich demnach von 18.000 auf 32.000 Euro, weil neben den Anbauten in Mobilbauweise auch eine Treppenkonstruktion angemietet werden muss, die einen zweiten Fluchtweg gewährleistet.

Falsch gesparter Euro

Mehr veranschlagen muss die Gemeinde offenbar auch für die Büroausstattung der Verwaltungsmitarbeiter. Einige hätten aus gesundheitlichen Gründen einen in der Höhe verstellbaren Schreibtisch beantragt. Zunächst diskutierte der Hauptausschuss die Notwendigkeit, dann merkte CDU-Mann Elmar Gasper an, dass „jeder falsch gesparte Euro an der Gesundheit der Mitarbeiter ein teurer Euro“ sei. Diesen Worten und der Feststellung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Rudi Görke, dass Recht bleiben müsse, was Recht ist, konnten sich die Ausschussmitglieder schließlich anschließen.

Zur Entscheidung steht noch das weitere Verfahren mit den Containern an, in denen die Gemeinde Flüchtlinge unterbringt. Die Ratsmehrheit will die Ausnahmegenehmigung für die Aufbauten an der Merödgener Straße verlängern. Die Grünen-Fraktion hat sich explizit dagegen ausgesprochen. Die Fraktionsvorsitzende Hella Rehfisch sprach sich für einen Neubau aus und gegen die Lösung der abgelegenen Container. „Wenn das Wohnumfeld stimmt, dann stimmt auch alles andere“, sagte sie.

(jan)
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