Jülich: Hastenraths Will mit neuem Programm: Ein Dorffürst macht mobil

Jülich : Hastenraths Will mit neuem Programm: Ein Dorffürst macht mobil

„Die Welt ist ein Dorf.“ Niemand weiß das besser als Hastenraths Will, erfolgreicher Landwirt und charismatischer Ortsvorsteher in einem kleinen Dorf mitten im Selfkant. In der dritten Hastenrath-Generation bekleidet er dieses Amt, kennt seine Dorfbewohner, ihre Allüren, kleinen und großen Probleme und weiß, wie er sie zu nehmen hat.

Doch plötzlich bläst ihm ein scharfer Wind ins Gesicht. Es gibt einen Gegenkandidaten bei der anstehenden Kommunalwahl und das ist kein anderer als ausgerechnet Schorsch Zielonka. Zuerst wollte er Will die Frau ausspannen, und nun ist er auf dessen Amt scharf. Da greift auch schon mal so ein grundehrlicher Mensch wie Will zu unfairen Mitteln. Denn wie heißt es so schön: „Im Krieg, in der Liebe und im Wahlkampf ist alles erlaubt.“

Doch der Trumpf, den der Noch-Ortsvorsteher in der Hinterhand hält, wird hier nicht verraten. Es war schließlich die Vorpremiere seines neuen Programms mit dem Hastenraths Will, alias Christian Macharski, im Jülicher Kulturbahnhof zu Gast war, und noch feilt er an den Feinheiten, ehe er am Donnerstag, 1. März 2018, in Effeld zum Auftakt der „Großen kleinen Dörfer Tour“ Premiere feiert. Bis dahin ist er zunächst mit seinem Weihnacht Special unterwegs, und danach steigt er direkt in den Karneval ein.

Doch mit dem fertigen Programm wird er auch noch einmal in Jülich zu Gast sein und zwar am 19. April 2018. Er weiß schließlich, was er an seinem Jülicher Publikum hat. Ein volles Haus ist ihm im KuBa immer sicher, und begeistert wird er hier stets gefeiert.

„So eine Vorpremiere ist auch immer Vertrauenssache. Hier finde ich immer ein gutes Publikum“, gesteht er dann auch. Und so steht er mit Gummistiefel und grüner Joppe, seiner unvermeidlichen Kappe auf der Bühne und äußert sich zu Gott und die Welt, über Schlömers Karl Heinz, Schorsch Zielonka, der Globalisation und vielen anderen Themen.

Vor allem die Globalisation hat es ihm angetan und die damit verbundenen Auswirkungen auf sein Dorf. „Die, für die früher der Horizont am eigenen Jägerzaun endete, gehen heute auf Kreuzfahrt. Oma und Opa haben die Piraten als Schrecken der Weltmeere abgelöst“, meint er. Manches heißes Eisen packt er an, schließlich ist Will ein Freund der klaren Worte.

Dabei geht es nicht nur um die Vor- und Nachteile des Internets: „Wir mussten unsere Frauen noch umständlich in Himmerich suchen“, sondern auch um E-Bikes — „Sie wurden zu friedlichen Zwecken gemacht, aber jetzt für kriegerische eingesetzt“ — und Veganer und Fußballer.

All dies regelt und organisiert der Ortsvorsteher aus seinem „Oval Office“ im Selfkant, denn sein Dorf ist und bleibt trotz aller Globalisation ein souveräner Nationalstaat.

(Kr)