1. Lokales
  2. Jülich

Jülich: Handwerker in Jülicher Schulen fleißig am Werk

Jülich : Handwerker in Jülicher Schulen fleißig am Werk

Während Schüler und Lehrer die Ferien genießen, sind in vielen Schulen Jülichs fleißige Handwerker „zugange”. Möglichst viele der notwendigen Arbeiten sollen bis zum Unterrichtsbeginn erledigt sein.

Aber zumeist wird das nicht gelingen. In Etappen wird es in Abstimmung mit den Schulen weitergehen müssen, wie Beigeordneter Martin Schulz und Leo Heuter, Leiter des Hochbauamtes, am Beispiel Gemeinschaftsgrundschule Ost in Welldorf deutlich machten.

Zu viel ist dort zu tun, als dass sechs Wochen dafür ausreichen würden. Unter dem noch abzureißenden Vordach wurde die abgerissene Dachhaut des eingeschossiger Klassentraktes aufgehäuft. Eigentlich sollte dieser Flügel aufgestockt werden. Aber angesichts der Anmeldezahl entschieden sich Verwaltung und Rat für eine kleinere Lösung, die immer noch stolze 1,3 Millionen Euro kosten wird. So erhält der Trakt nun ein neues Dach. Das allein wird schon 40.000 Euro verschlingen.

In dieser Woche wird dieses Teilprojekt abgeschlossen sein, wie Heuter erläuterte. Größter Brocken ist der Neubau für die Angebote der Offenen Ganztagsschule. Dieser soll zwischen Hauptgebäude und eingeschossigem Klassentrakt errichtet werden. Die alten Gebäudeelemente inklusive Vordach werden hierfür abgerissen, so Heuter.

Im neuen Verbindungsgebäude, das erst Anfang nächsten Jahres fertig gestellt wird, ist unter anderem Platz für eine Küche, einen 75 Quadratmeter großen Aufenthaltsraum und eine 40 Quadratmeter große Bibliothek. „Bis dahin werden die OGS-Angebote in Containerklassen ausweichen müssen”, so Schulz.

Container werden auch eine wichtige Rolle als Ausweichquartier für Klassen spielen, wenn die übrigen Unterrichtsräume nach und nach grundsaniert werden, Böden ausgetauscht, neue Beleuchtungsanlagen installiert werden und alles neu gestrichen wird. Dies soll in den nächsten Herbst- und Osterferien über die Bühne gehen. Sicherlich wird dies eine schwierige Zeit für die Schule.

„Aber letztlich ist damit ja auch eine Zukunftsperspektive verbunden”, sagt der Beigeordnete. Die Sanierung von Schwimmbecken und Umkleideräume werden angesichts der Kosten erst in einen späteren Bauabschnitt dran kommen, sagt der Leiter des Hochbauamtes. „Wir dürfen ja auch nicht die anderen Schulen vergessen”, begründet Schulz den Aufschub.

Dazu gehört zum Beispiel die Gemeinschaftsgrundschule Süd (Promenadenschule). Hier wird die Sanierung vom Vorjahr fortgesetzt. Der zweigeschossige Klassentrakt ist laut Heuter bereits entkernt. Auch hier werden die Schüler bis Oktober bzw. November noch in Klassencontainern die Schulbank drücken müssen.

Brandschutz, neue Fenster und Sonnenschutzanlagen, moderne Elektroinstallation, die Sanierung des Mädchen-WC, neue Heizkörper und Rohrleitungen, energiesparende Regelungstechnik, neue Böden in Fluren und Klassenräume - die Agenda ist lang. Rund eine Million Euro sind aktuell veranschlagt.

„Insgesamt werden wir dann drei Millionen Euro in die Promenadenschule investiert haben”, sagte Schulz. Dabei wird es nicht bleiben. Die Kostenermittlung und Detailplanung etwa für die Turnhalle und die Lüftungsanlage stehen noch aus.