Linnich: Hallenbad Linnich: Mit viel Geld wirds noch ein bisschen halten

Linnich: Hallenbad Linnich: Mit viel Geld wirds noch ein bisschen halten

Das Linnicher Hallenbad ist besser als sein Ruf. Dieses Zeugnis stellt Dipl.-Ing. Christoph Keinemann dem Bad aus. In seinem mit Spannung erwarteten Gutachten hat der Architekt aus Hamm die bauliche und energetische Situation des Linnicher Schwimmtempels bewertet.

Keinemanns Vortrag über die vorgefundenen Mängel und den daraus resultierenden Sanierungsbedarf klang allerdings mindestens so alarmierend wie die 50-seitige Textfassung. Folgerichtig zuckte Grünen-Fraktionssprecher „Cato” Hilfert zusammen und sprach von einem „Desaster und Horrorszenario”, das die Grundsatzfrage heraufbeschwöre, ob denn Investitionen ins Bad überhaupt noch Sinn machten.

Die Beschwichtigung des Gutachters folgte auf dem Fuß. Linnichs Hallenbad sei wie ein altes Auto. „Das Bad macht einen guten, gepflegten Eindruck.” Es sei vorstellbar, dass es noch weitere 20, 30 Jahre seinen Dienst tue, regelmäßige Inspektion vorausgesetzt.

Die notwendigen „Wartungsarbeiten” belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Aber auch dieser erschlagenden Zahl nahm Keinmann die Schärfe. Es sei denkbar, schrittweise über einen Zeitraum von 10, 15 Jahren zu einem energetisch wie haustechnisch optimierten Bad zu kommen.

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