Jülich: Gymnasiasten der Zitadelle bearbeiten Web-Enzyklopädie

Jülich: Gymnasiasten der Zitadelle bearbeiten Web-Enzyklopädie

„Schlafende Riesen“ heißt ein Projekt, das von der Bergischen Universität unter Leitung von Ulrich Weiß konzipiert wurde. Hinter dem geheimnisvollen Namen verbirgt sich eine Internet-Anwendung, kurz „Wiki“ genannt, die eine Ansammlung von Informationen über die Art und Weise, wie Unternehmen in ihren Produktionsabläufen die Natur und die Menschenrechte missachten, zugänglich macht.

Über einen Zeitraum von zwei Wochen haben die Studentinnen Veronika Moll und Corinna Wolff mit den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Zitadelle intensiv an dieser ambitionierten Webseiten-Spezial-Enzyklopädie gearbeitet.

Bei der Abschlussveranstaltung erläuterte die ehemalige Zitadellen-Schülerin Veronika Moll die Hintergründe der Zusammenarbeit: „Wir haben uns dazu entschieden, das Wiki gemeinsam mit den Schülern des Gymnasiums Zitadelle zu bearbeiten, da das Gymnasium schon mehrmals als ‚Agenda 21 Schule‘ ausgezeichnet wurde. Zudem benötigt jeder Schüler einen Computer zur Arbeit am Wiki, und damit ist das Gymnasium bestens ausgestattet.“

Die Hauptartikel der Web-Anwendung beschreiben den Umgang der Unternehmen mit ihren Mitarbeitern, deren Achtung von Kinderrechten, Transparenz bezüglich Umwelt- und Verbraucherschutz, das Verhalten an internationalen Finanz- und Kapitalmärkten und die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung.

Dazu haben die Kursteilnehmer diverse Wiki-Artikel analysiert und selbst erarbeitete Informationen hinzugefügt. Als Nebenaspekt wurde das eigene Konsumverhalten kritisch hinterfragt.

Ein weiteres Ziel war, den Schülern den selbstständigen und eigenverantwortlichen Umgang mit Netzinhalten zu vermitteln und ihnen die wesentlichen Aspekte für das Schreiben eigener Artikel, die zur Veröffentlichung im Internet vorgesehen sind, aufzuzeigen.

Jessica Brennecke, Lehrerin des Kurses der Zitadelle, zog ein positives Resümee zur Arbeit am Wiki: „Ich bin begeistert, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Studentinnen und meinen Schülern klappt. Da die Jugendlichen sich auch in ihrer Freizeit viel mit dem Internet beschäftigen, ist es wichtig, dass sie lernen, kritisch zu reflektieren. Das Wiki ist eine tolle Idee.“

Für die Zukunft wünschen sich die am Projekt Beteiligten, dass sich noch mehr Schülerinnen und Schüler mit dem Wiki auseinandersetzen und es als Nachschlagewerk zum Thema Nachhaltigkeit genutzt wird.

(jago)
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