Gute Bilanz trotz schlechtem Wetter beim Jülicher Weinfest

Auf dem Schlossplatz : Weinfest Nr. 20 – den Jülichern mundet es

Das beliebte dreitägige Weinfest auf dem Schlossplatz, für das sich nach Bekunden von Bürgermeister Axel Fuchs einige Jülicher „sogar extra Urlaub nehmen und Familientreffen organisieren“, feierte 20-jähriges Jubiläum – bei wechselhaften Wetterbedingungen.

An 18 Ständen deckten Winzer aus den fünf Weinregionen Ahr, Rheinhessen, Mosel, Nahe und der Pfalz die gesamte Palette deutscher Spitzenweine in großer geschmacklicher Vielfalt ab, es gab Guts-, Rebsorten- und Lagenweine, ferner Rotwein, Secco und Sekt. Dazu wurden Flammkuchen, Bratwurst und Kartoffelspirälchen serviert. Autofahrern und Kindern wurde zudem Traubensaft und Wasser eingeschenkt.

Fast 20 Jahre dabei sind die Winzer Mathias Peter aus Wachenheim in der Pfalz und Michael Kopp aus dem Rheingau. „Die ersten fünf Jahre haben wir finanziell draufgelegt“, resümierten sie. „Das Wetter war schlecht und die Jülicher hatten das Fest noch nicht so gut angenommen“.

In den Folgejahren „gab es immer mal wieder zwischendurch schlechtes Wetter“, aber die Resonanz habe sich geändert. So genossen Gäste und Weinbauern nicht nur am Donnerstagabend „bei optimalem Wetter einen der besten Eröffnungstage überhaupt“. Auch am Freitagabend gegen 19 Uhr drängten sich die Gäste zwischen 18 und 80 Jahren bei strömendem Regen unter die Zeltabdeckungen. „Alle Trockenplätze waren belegt“.

Noch tagsüber am Samstag hatten die Weinhändler eine Zusatzaufgabe, nämlich in einer Trockenphase die Zeltdächer abzunehmen, die Pfahlkonstruktion auf dem Boden zu platzieren und das Zelttuch auszuwringen, damit der kostbare Wein in den Kehlen der Besucher nicht verwässert wurde. Samstagabend gab es dann kaum einen freien Platz, tolle Stimmung bei zufriedenstellender Witterung mit stimmungsvoller Live-Musik. Gerne stieß die Pfälzer Weinprinzessin Anna-Lena Müsel mit den Besuchern an. „Alle Weinbauern sind total nett, gehen auf die Leute zu“, „Das Schöne ist, dass der Winzer noch selbst hinter dem Stand steht“ und „Die Gäste gehen nach dem Fest gesittet weg“, lauteten lobende Kommentare aus dem Munde von Gästen und Weinbauern.

Viele Händler wohnen während des Weinfestes „privat bei Kunden“, so dass sie fußläufig den Schlossplatz erreichen können. Denn wie ihre Gäste lieben sie ihre edlen Tropfen, trinken aber auch gerne nach dem Weinfest um ein Uhr morgens „ein Bier“. Nächstes Jahr winkt den teilnehmenden Winzern ein Sahnebonbon: Wer schon mittwochs anreist, ist laut Fuchs „zum kleinen Weinfest in den Brückenkopfpark eingeladen“.

(ptj)