Jülich: Grund für den Großbrand in der Zuckerfabrik Jülich bekannt

Jülich : Grund für den Großbrand in der Zuckerfabrik Jülich bekannt

Der Großbrand in der Zuckerfabrik Jülich in der Nacht zum Samstag ist in Folge von Arbeiten auf und am Dach der Zuckerproduktionshalle entstanden. Er sei „eindeutig zurückzuführen auf die Dachdeckerarbeiten“, die dort im Vorfeld stattgefunden haben, zitierte Polizeisprecherin Ingrid Königs auf Anfrage unserer Zeitung die Brandermittler der Kreispolizeibehörde.

Sie hatten am Sonntag und vor allem am Montag den Unglücksort genau unter die Lupe genommen. Auf dem Dach der Halle lagerten mehrere Gasflaschen, die durch die Flammen explodiert seien. Die Detonationen in der Nacht hatten viele Menschen aus dem Schlaf gerissen und auch geängstigt.

Der Schaden an dem Gebäude des Jülicher Werks von Pfeifer & Langen liegt nach Angaben der Brandermittler „im siebenstelligen Bereich“.

Von Unternehmensseite gab es noch keine neuen Informationen, Andreas Müller, Leiter der Unternehmenskommunikation, bat um Verständnis. Man müsse sich zunächst ein genaues Bild von den Schäden machen. Die anstehende Kampagne dürfte aber stattfinden, denn das impliziert ein Satz der Pressemitteilung vom Sonntag: Sie „beginnt erst mit der Rübenernte in der zweiten Hälfte September.“

Die gut 150 Wehrleute, die das Ausbreiten des Feuers verhindert und es schließlich gelöscht haben, sind nicht zu Schaden gekommen, wie unsere Zeitung auf Nachfrage bei der Einsatzleitung in Jülich erfuhr. Der Großbrand wurde mit einer konzertierten Gemeinschaftsleistung der Feuerwehren aus Titz, Aldenhoven, Niederzier, Kreuzau, Düren, Langerwehe, Hückelhoven, natürlich Jülich und der Werksfeuerwehren des Forschungszentrums und von RWE erfolgreich bekämpft.

Das Miteinander habe reibungslos funktioniert, hieß es von Seiten der Jülicher Wehr. Die Wehrleute und die weiteren Einsatzkräfte erhielten vor Ort von den zahlreichen Schaulustigen, aber auch in den Sozialen Medien viel Lob für ihr Wirken an der Dürener Straße.