Linnich: Grünes Licht für Linnicher Grundschulen

Linnich: Grünes Licht für Linnicher Grundschulen

Es kommt einem ideologischen Durchbruch gleich. Der Linnicher Stadtrat hat einstimmig die Absicht der Katholischen Grundschule und der Gemeinschaftsgrundschule zur Bildung eines Schulverbundes gebilligt. Vorangegangen war dem die einstimmigen Beschlüsse der Schulkonferenzen der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) und der Katholische Grundschule (KGS) in Anlehnung an die Beratungen in den Lehrerkonferenzen und den Schulpflegschaften.

Bürgermeister Wolfgang Witkopp kommentierte den Ratsbeschluss mit unüberhörbarer Genugtuung. Viele aus dem Rat könnten sich sicher noch an Zeiten erinnern, in denen man „am liebsten einen Zaun quer durch das Schulgebäude gezogen hätte“. Von daher danke er „allen, die diesen Beschluss herbeigeführt haben“.

Ein erstes, aber wesentliches Merkmal, dass den Verbund dokumentiert, ist die Einführung von einer Schulleitung für beide Schulen. „Die Lehrkräfte beider Schulen werden dich dafür einsetzen, dass die Kinder in freundlicher Atmosphäre miteinander lernen und ihre sozialen Fähigkeiten weiterentwickeln“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Gemeinsam wollen die Kollegien „daran arbeiten, die beiden Schulprogramme zu einem fortzuschreiben und verbindende Werte und Ziele benennen.“ Nicht zuletzt ist daran die Erwartung geknüpft, „ein noch stärkeres Angebot an vielfältigem Unterricht, an Fördermöglichkeiten und Arbeitsgemeinschaften“ zu schaffen.

Auch der wirtschaftliche Synergieeffekt des Verbunds wird gesehen: „Ein einziges Budget bietet den Vorteil der Bereitstellung vieler unterschiedlicher Lehr- und Lernmittel, ohne dass Materialien weiter unnötig doppelt eingekauft werden müssen.“

Und eine Überzeugung teilen alle: „Das Zusammenwachsen wird ein konstruktiver Prozess, von dem die Kinder profitieren.“

(ojo)
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