Jülich: Grün-Weiß Welldorf-Güsten vergrößert Abstand zur Abstiegszone

Jülich : Grün-Weiß Welldorf-Güsten vergrößert Abstand zur Abstiegszone

Am zweiten Rückrundenspieltag kamen die Germanen aus Lich-Steinstraß in der Bezirksliga nicht zum Zuge. Die Partie gegen den TuS aus Mechernich wurde frühzeitig abgesagt. Spielen konnten dagegen die Grün-Weißen aus Welldorf-Güsten. Die fuhren gegen die DJK Frechen einen 5:1-Erfolg ein.

„Es war schon ein recht kurioses Spiel“, räumte Heimtrainer Winni Ronig nach dem Abpfiff ein. Was war passiert? „Die erste Torchance hatte unser Gast, aber unser Keeper Jona Reisky war in der 4. Minute auf der Höhe“, lief das Spiel nochmals vor dem geistigen Auge des Coaches ab. Der erlebte in der 25. Minute das 1:0 seiner Elf durch einen verwandelten Handelfmeter von Daniel Thauer. Aber dies gab dem Gastgeber keine Sicherheit, denn danach wurden drei gute Torchancen durch Yannick Sabaka Boketa (13., 47.) und Dennis Wilden (37.) vergeben. „Und dann kassieren wir völlig überraschend den Ausgleich“, sagte Ronnig angesichts des Tores in der 68. Minute, wobei kurz zuvor sein Akteur Dennis Wilden nach zweimaligem Foulspiel mit der Matchstrafe vom Platz gestellt worden war.

„Dosenöffner“ zum 2:1

Den Treffer zum 2:1 in der 72. Minute bezeichnete der Coach der Grün-Weißen letztlich als „Dosenöffner“: „Julian Schmidt hat sich mit einer wahren Energieleistung auf der rechten Seite durchgesetzt, sein Zuspiel nahm Mo Makki auf, und der fackelte nicht lange“, freute sich der Trainer von Welldorf-Güsten, der danach noch die drei weitere Tore durch Besim Hoti (79.), Yannick Sabaka Boketa (82.) und Johannes Jager (88.) bejubeln durfte.

Was die drei Letztgenannten betrifft, waren das die drei Neuzugänge, die bei Welldorf-Güsten nach der Winterpause zum Einsatz kamen. Ein dickes Lob kassierte Boketa, der zwar schon im Sommer letzten Jahres vom FC Bergheim wechselte, aber verletzungsbedingt nie zum Einsatz kam. „Was der in der Defensive geleistet und gespielt hat, war schon lobenswert“, geriet Ronnig ins Schwärmen. Um sich dann über den schon vermeldeten „Neuzugang“ von Daichi Yanagida zu ärgern. Der sollte von Viktoria Arnoldsweiler kommen. „Aber der ist hier bei uns nie gesehen worden. Der ist wahrscheinlich in Japan geblieben“, mutmaßt der Übungsleiter des aktuellen Tabellenelften, der durch den verdienten 5:1-Sieg sieben Punkte Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz hat.

Bereits am Freitag geht es für die Grün-Weißen weiter. Dann steht das Derby gegen Lich-Steinstraß an. Wobei die Gäste mit einem Sieg — es wäre der erste im Nachbarschaftsduell — punktemäßig zu Lich-Steinstraß (23) aufschließen würde. Der Anpfiff erfolgt um 19.30 Uhr bei der Germania.

(hfs.)
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