Niederzier: Großvaterförderverein legt Postkarte mit neuen Motiven auf

Niederzier: Großvaterförderverein legt Postkarte mit neuen Motiven auf

„Mindestens einmal im Jahr eine gute Tat“, so lautet das Motto des „Großvaterfördervereins“ Niederzier, der in diesem Jahr auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblickt. Der kleine Verein, der sich der Förderung der Großväter, aber ganz besonders der Förderung der acht Enkelkinder verschrieben hat, stellt zudem jährlich ein soziales Projekt auf die Beine.

Das war zum Beispiel die Pflanzung einer „Großvätereiche“ und später die Einrichtung einer Rundbank um diese Eiche, die heute gerne als Fotohintergrund für Hochzeitspaare genutzt wird. Die Enkel indes kommen in den Genuss gemeinsamer Aktivitäten wie Grillnachmittage oder Besuche im Kino oder auf dem Weihnachtsmarkt.

Die aktuell sechs Mitglieder stellten nun im Burggebäude des Niederzierer Rathauses im Beisein von Bürgermeister Hermann Heuser ihr neuestes Projekt vor, eine Postkarte mit neuen Motiven aus dem Ort. Unterstützt wurden Wilfried Helmer, Reinhard Kunze, Franz-Josef Herzogenrath, Norbert Bongartz, Wiljo Eilers und Mario Herzogenrath dabei vom Fotografen Jürgen Vogt aus Ellen, der die Bilder für die Postkarte unentgeltlich zur Verfügung stellte.

„Ich fand die Idee prächtig, die alten Grußkarten wiederaufleben zu lassen“, freute sich Hermann Heuser über die Renaissance dieses mittlerweile selten gewordenen Mediums. Die Karten zeigen „Modernes“ wie ein Haus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach, „Prägendes“ wie einen Bagger des nahen Tagebaus und „Altes“ wie die schöne Kirche oder die 700 Jahre alte Burg, in der sich heute das Rathaus befindet, so Heuser. Die Postkarten in einer Auflage von zunächst 2000 Stück sind zum Preis von einem Euro in Geschäften und Banken in Niederzier erhältlich sowie beim Fotografen in Ellen.

Der volle Erlös kommt einer sozialen Einrichtung in Niederzier zu Gute. Die Großväter überreichten dem Bürgermeister außerdem eine gerahmte Vergrößerung der Postkarte, die „einen würdigen Platz im Rathaus“ bekommen soll, wie Hermann Heuser versprach.

(dol)
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