Lich-Steinstraß: Größere Cleverness gibt im Derby den Ausschlag

Lich-Steinstraß: Größere Cleverness gibt im Derby den Ausschlag

Im Heim-Derby gegen den TuS Langerwehe setzte sich Germania Lich-Steinstraß in der Fußball-Bezirksliga mit 5:1 (3:1) durch und stabilisierte damit den zweiten Tabellenplatz. Das Ergebnis täuschte indes ein klein wenig über den Spielverlauf.

Denn Germanen-Coach Jasko Coralic notierte zwar, dass seine Mannschaft keine wirklich kritische Phase durchleben musste, stellte aber auch fest, dass der TuS Langerwehe sich in seiner Leistungsstärke kaum von der Germania unterschied.

Die Germania war durch zwei frühe Tore durch Moritz Kraus (11., 22.) in Führung gegangen, was angesichts der derzeitigen Form von Lich-Steinstraß eine Vorentscheidung bedeutete. „Hätten wir unsere Chancen erfolgreich genutzt, hätte das Spiel eine andere Wendung genommen“, sagte Langerwehes Trainer Hajo Meuser, der dennoch anerkennend feststellte: „Die reifere Mannschaft hat gepunktet.“ Und für Meuser ging auch der Sieg dank der größeren Cleverness bei der Germania voll in Ordnung.

Denn nach dem 3:0 durch Thomas Mudrack (32.) kam Sascha Schönen recht bald zum Anschlusstreffer (37.) und verschaffte seiner Mannschaft damit einigen Auftrieb. „Wir haben uns in dieser Phase ein wenig einlullen lassen“, gestand Coralic. Die Phase dauerte eine halbe Stunde, in der es die Gäste aber nicht schafften, Torhüter Florian Leipertz und seine Abwehrspieler zu überwinden.

Und diese Fähigkeit zahlte sich dann aus, denn mit dem Doppelschlag von Kraus (72.) und Mudrack (76.) waren die Gäste auch moralisch besiegt. Der Unterschied zwischen dem Aufsteiger aus der Kreisliga A und dem Absteiger aus der Landesliga wurde dann so deutlich, dass eine Änderung nicht mehr möglich erschien. Für Hajo Meuser war die Niederlage zu hoch, für Jasko Coralic war von Bedeutung, dass seine Spieler über die gesamte Zeit konzentriert gespielt hatten.

Damit blieb für die Gäste die Erkenntnis, dass vor allem Kontinuität gefragt sein wird, Enthusiasmus und spielerisches Potenzial ist vorhanden. Und für Germania Lich-Steinstraß ist der Anspruch auf einen oberen Tabellenplatz fühlbarer geworden.

(tm)
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