Jülich: Grenzenlose Erleichterung beim TTC Indeland

Jülich: Grenzenlose Erleichterung beim TTC Indeland

Obwohl der 6:2-Heimsieg über den TTC Ruhrstadt Herne in der 2. Tischtennisbundesliga jegliche Spannung entbehrte, fiel den Indeländern am Sonntagnachmittag in der Jülicher Nordhalle eine zentnerschwere Last von den Schultern.

Jülichs Manager Arnold Beginn atmete erleichtert auf: „Gott sei Dank! Jetzt haben wir mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun.“

Es drang schon Ende letzter Woche nach Jülich durch, dass Hernes Spitzenspieler Dragan Subotic wegen einer wohl etwas komplizierteren Schulterverletzung seine Einzel kampflos abgeben würde. Und so kam es schließlich auch. Das Verletzungspech der Herner spielte den Jülichern natürlich massiv in die Karten.

Ein bisschen gezittert

Hermann Mühlbach erzählte unverblümt: „Als wir erfuhren, dass Subotic nicht spielen wird, war im Prinzip schon klar, dass wir dieses Spiel nicht verlieren werden. Aber nichtsdestotrotz haben Ozawa und Jean eine exzellente Leistung geboten, ich habe phasenweise ein bisschen gezittert, und Oostwouder hätte ich einen Sieg im Einzel am meisten gewünscht.“ Das, was Mühlbach als „gezittert“ beschrieb, fand im Ergebnis keinen Niederschlag.

Der sympathische Jülicher schlug den Serben Uros Gordic glatt mit 3:0 und zitterte nur im zweiten Satz für weniger Sekunden. Nachdem er beim Stand von 10:6 vier Satzbälle hatte, vergab Mühlbach zwei leichte Punkte und präsentierte danach einen Fehlaufschlag mit seiner Rückhand. Cheftrainer Broda nahm eine Auszeit und brachte seinen Schützling in die Spur zurück. Gordic fand über die gesamte Spieldauer keine sinnvolle Antwort auf Mühlbachs starke Aufschläge.

Yoshihiro Ozawa spielte voller Spielwitz und Begeisterung den Ungarn Adam Szudi in drei Sätzen an die Wand. Ozawa erzählte freudestrahlend: „Ich hatte heute einen super Tag erwischt. Ich habe fast jeden Ball optimal getroffen und mich super bewegt. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Das erleichtert uns sehr.“ Seine Partie gegen Subotic wurde, wie bereits erwähnt, kampflos gewertet. Ebenso kam Lauric Jean in den Genuss eines kampflosen Sieges, doch gegen Szudi spielte der Belgier ebenso stark auf und gewann mit 3:1.

Lediglich Ewout Oostwouder blieb erneut hinter seinen Möglichkeiten zurück. Der leicht angeschlagene Niederländer kämpfte bravourös, ließ aber unter taktischen Gesichtspunkten einige Wünsche offen. Miroslav Broda kommentierte: „Ich hätte ihm so sehr einen Sieg gewünscht. Jeder Sportler weiß wie schwer es ist, eine Misere zu beenden. Wir brauchen gegen die guten Mannschaften einen starken Oostwouder, um mithalten zu können. Ansonsten haben wir dennoch eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt und verdient, auch in dieser Höhe, gewonnen.“

Am kommenden Wochenende erwarten die Mannschaft des TTC Indeland Jülich einen Doppelspieltag. Am Samstag, 31. Oktober, reist der TTC-Tross nach Ober-Erlenbach, von dort aus geht es in der Nacht weiter zum 1. FC Saarbrücken, wo der TTC am Sonntag aufschlägt.