Gesellschaft „Frohsinn“ aus Stetternich führt „Das Streichquartett“ auf

Theateraufführung : Auch zwei „Uhrquartettler“ sind mit von der Partie

Die Stetternicher Gesellschaft „Frohsinn“ führt erneut das Stück „Das Streichquartett“ auf. Premiere ist am 10. Oktober.

Wortspiele, Situationskomik und strapazierte Lachmuskeln der Zuschauer bestimmen das Stück „Das Streichquartett“ des ungarischen Slapstickkünstlers Szöke Szakall, fürs Fernsehen überarbeitet von Dieter Hildebrandt. Auf vielfachen Wunsch bringt die Stetternicher Gesellschaft „Frohsinn“ die Komödie nach einem knappen Vierteljahrhundert erneut auf die Bühne.

Sogar zwei „Urquartettler“ sind mit dabei, wie Regisseur Sascha Maßmann es ausdrückt, nämlich Rolf Speen und Harald Goder. Die beiden Routiniers spielen erneut ihre einstige Rolle als Angestellte Meyer 1 und Meyer 2. Wie der verhinderte Cellist, Betriebspsychologe Dr. Blaß (Matthias Pelzer) und der angebliche Bratschist Dorn (Holger Bagusat) haben sie ihre vermeintlich Musikalität in der Firma Schwarz als besonders Fähigkeit angegeben, um Pluspunkte zu sammeln.

Sie geraten in arge Bedrängnis, als der geschäftstüchtige Direktor Schwarz (Dieter Niessen), seine naive Gattin Bella (Angelika Ponten) und beider Tochter Hanna (Martyna Pelzer) einen wichtigen Geschäftspartner als Gast erwarten und ein betriebseigenes Streichquartett den Abend umrahmen soll. Diese Szene wird zunächst getragen von der Unsicherheit und der Nervosität des Herrn Blaß, bevor sich Meyer 1 und Meyer 2 höchst amüsant den Ball zuspielen. Als sich der hohe Gast (Hermann Haag) im Ohrensessel zurücklehnt, um der harmonischen Musik „vom Blatt“ oder „Allegretto“ zu lauschen, helfen weder der vergessene Bogen von Meyer 1 noch die kranke Tante von Meyer 2.

Als hilfreich erweisen sich hingegen ein paar tolle Ideen des naiven Hausmädchens (Anna Rohowsky) und die Geistesblitze des Sekretärs Grümmer (Meinhard Bock), der stets die Sätze des Direktors vollendet. Seine Idee war es auch, bei Absage des engagierten Streichquartetts „einfach“ ein betriebseigenes zu gründen.

„Wir liegen eigentlich vier Wochen vor den Auftritten ganz gut in der Zeit“, resümiert Sascha Maßmann, Vorsitzender der Gesellschaft, der sein Debüt als Regisseur feiert. Als Laienschauspieler steht er seit 2006 auf der Bühne. Ihn reizt es, „das Stück nach seinen eigenen Vorstellungen aufzubauen“. Immer mal wieder übernimmt er bei den Proben in der Alten Schule Stetternich spontan die Rolle des einen oder anderen Aktiven, der an diesem Probeabend verhindert ist. Geprobt wird seit einem halben Jahr, zunächst einmal wöchentlich, seit Juli zweimal pro Woche. Immer noch feilt das Team am Text: „Da sind manchmal Füllsätze drin, die das unnötig in die Länge ziehen“, ist nicht nur Maßmanns Meinung. Besonders wichtig ist die Betonung der Sätze: „Das ist eine Katastrophe..., diesen Satz nutzt du dann wirklich, um deinen Ärger loszuwerden“, rät er etwa Dieter Niessen.

Die Gesellschaft Frohsinn versteht sich als Gesang- und Theaterverein, deshalb ist die musikalische Umrahmung durch den Männerchor unter Leitung von Inge Duwe und das Frauenquintett „Tonalita“, dirigiert von Kantor Christof Rück, nicht wegzudenken.

Mit vier Aufführungen anstellte von dreien reagiert die Gesellschaft auf die große Nachfrage der vergangenen Jahre – im großen Saal des Kuba. So wird die Premiere am Donnerstag, 10. Oktober, um 20 Uhr gespielt. Weitere Aufführungen werden am Freitag, 11. Oktober, um 20 Uhr, Samstag, 12. Oktober, um 19 Uhr und Sonntag, 13. Oktober, um 18 Uhr angeboten. Der Eintritt kostet acht Euro. Vorab werden Karten am Samstag, 21. September, um 10 Uhr in der kleinen Kölnstraße verkauft. Restbestände sind im Anschluss bei Foto Schwarz in der Kleinen Kö 8 erhältlich.

(ptj)