Jülich: „Geschehen ist aber nichts“ an der alten Leichenhalle

Jülich: „Geschehen ist aber nichts“ an der alten Leichenhalle

Die CDU-Fraktion im Jülicher Stadtrat fordert, dass die Leichenhalle auf dem Kommunalfriedhof an der Haubourdinstraße „in einen ordnungsgemäßen Zustand gebracht“ wird. Das Gebäude befindet sich, so ein Besucher des Friedhofs, in einem „katastrophalen Zustand“.

Durch Feuchtigkeitsschäden mache sich überall Schimmel breit, Putz sei von der Fassade geplatzt, die Stahlarmierung beginne zu rosten, die hözerne Dachkonstruktion verrotte. „Teilweise eine Schande für die Stadt“, so der Besucher.

Angesichts der prekären Haushaltssituation beantragt die Fraktion nur eine „Minimallösung“. Dazu gehörten, dass die Außenfassade und der Turm gesandstrahlt und gestrichen werden. Die Zahl der Kühlkammern könne entsprechend dem sinkenden Bedarf reduziert werden. „Aber auch künftig muss eine angepasste Zahl vorgehalten werden.“ Das Gebäude müsse jedenfalls optisch in einen besseren Zustand gebracht sowie dessen „Funktionsfähigkeit und Sauberkeit“ gesichert werrden. Daran gebe es immer wieder berechtigte Kritik von Teilnehmern an Beerdigungen, Unmut rege sich auch immer wieder unter Senioren und in den Kirchengemeinden.

Seit vielen Jahren

Der schlechte Zustand sei der Stadtverwaltung „seit vielen Jahren bekannt“. Die im Stadtrat vorgetragenen Verbesserungsvorschläge seien aber als nicht sinnvoll oder nicht machbar zurückgewiesen worden. „Stattdessen wurde sogar als Maximalplan ein Abriss und Neubau angedacht. Geschehen ist aber nichts“, monieren die Christdemokraten.

2011 war das Thema bereits im Stadtrat und in den Fachausschüssen abgehandelt worden: Tenor: Die Leichenhalle befinde sich in einem äußerst schlechten Zustand und sei erheblich sanierungsbedürftig. Ein Sanierung war damals mit 560.000 Euro veranschlagt worden, Abriss und Neubau mit 750.000 Euro.

Diskutiert worden war vor mehr als zwei Jahren auch, dass die Kühlzellen im Keller durch neue Kühl-Module im Erdgeschoss ersetzt werden sollten. Im Keller wäre dann Platz, um in einem von den Bestattern gewünschten Lagerraum Dekorationsmaterial zu deponieren.

(gep/hfs.)