Jülich: Germania Lich-Steinstraß gewinnt den 23. Sparkassen-Hallencup

Jülich: Germania Lich-Steinstraß gewinnt den 23. Sparkassen-Hallencup

Ein Fußballfest mit allem, was dazugehört, war der 23. Sparkassen-Hallencup. An den vier Spieltagen sorgten rund 1200 Zuschauer für tolle Stimmung in der Sporthalle Nord an der Berliner Straße in Jülich und erlebten Hallenfußball mit Rasse und Klasse.

Das Turnier wurde mit einem würdigen Finale gekrönt, in dem sich Germania Lich-Steinstraß mit 4:2 gegen den TuS Langerwehe durchsetzte. Die beiden Bezirksligisten gingen ungeschlagen in dieses Endspiel und zeigten von Beginn an schnelles Kombinationsspiel mit packenden Torraumszenen. Den Torreigen eröffnete Felix Keppel, der eine Unachtsamkeit des TuS zum 1:0 nutzte. Jetzt gewann das Spiel noch mehr Fahrt mit tollen Aktionen auf beiden Seiten. Mit einem satten Weitschuss überraschte erneut Keppel den Gegner, und es stand 2:0 für Lich- Steinstraß. Die Vorentscheidung besorgte Visar Behrami mit einem Traumtor zum 3:0-Pausenstand.

Nach dem Wechsel erzielte Yannik Stein den Anschlusstreffer zum 3:1. Die Antwort der Blau-Weißen ließ nicht lange auf sich warten und Björn Schneider stellte mit seinem Treffer den alten Abstand wieder her. In der Schlussphase ließen die Kräfte des TuS langsam nach, obwohl Christoph Jessusel noch zum 4:2-Endstand traf.

Schiedsrichter Friedhelm Schreckenberg leitete souverän die faire Partie. Sehr fair verlief das gesamte Turnier, in dem wenige Zeitstrafen und nur eine rote Karte wegen Handspiels vergeben wurden.

Die Germanen holten 2008 das letzte Mal den Hallencup und durften sich bisher viermal in die Siegerliste eintragen. Nach dem Spiel freute sich Germanen-Trainer Jasko Coralic mit den Worten: „Es war schön, diesem Spiel von draußen zuzuschauen. Es war eine tolle Leistung der Mannschaft, bei der die Taktik und Ordnung gestimmt haben.“ Sanjin Talic, der den TuS betreute, meinte abschließend: „Das Halbfinale hat uns viel Kraft gekostet. Wir waren am Ende platt. Unterm Strich bin ich mit unserer Leistung zufrieden. Die Mannschaft war um drei Klassen besser als am letzten Wochenende bei der Dürener Hallen-Stadtmeisterschaft.“

Als heiß gehandelter Favorit kam der SC Jülich 10/97 unter die letzten Vier. Der B-Ligist mit Bezirksligaqualität spielte eine tolle Vorrunde und musste sich im Halbfinale dem späteren Sieger Lich-Steinstraß beim Stadtderby mit 3:0 beugen. Lange Zeit stand das Spiel auf Messers Schneide, erst nach dem Seitenwechsel setzte sich der Bezirksligist aus dem Möhnewinkel durch.

Ein weiterer Krimi war das Halbfinale zwischen Landesligist FC Düren-Niederau und TuS Langerwehe. Die Partie wogte lange hin und her und zeigte alles, was den Hallenfußball auszeichnet. Nach der regulären Spielzeit stand es 2:2. Erst im Neunmeter Schießen setzte sich der TuS mit 5:4 durch. Als B-Ligisten verkauften sich die Spielvereinigungen Jackerath/Opherten und Aldenhoven/Pattern sehr gut und erreichten die Zwischenrunde. Cup-Verteidiger Viktoria Arnoldsweiler musste Federn lassen und gewann nur eine Partie in der Runde der besten Zehn. Zu den Gewinnern des Turniers zählte zweifellos der Ausrichter SC Amicitia Schleiden 1908, der mit seinem 80-köpfigen Helferteam für den reibungslosen Verlauf des Wettbewerbs sorgte. Auch Kassiererin Heike Jordans freute sich über ein volles Haus an allen Tagen.

Beim Gewinnspiel der Sparkasse Düren hatte Verena Schüller die richtige Eintrittskarte. Sie gewann 100 Euro und teilte sich den Gewinn mit Dieter Thelen. Der vierjährige Julian Schüller zog als „Glücksfee“ die Spielvereinigung Jackerath/Opherten als Ausrichter des 24. Sparkassen-Hallencups aus der Tüte. Als Ersatz ist der SV Jülich 1912 benannt. Als Schiedsrichter waren am Finaltag neben Friedhelm Schreckenberg, Bernd Eckert, Marco Graffi und Patrick Lohbeck im Einsatz.

Die Ergebnisse der Zwischenrunde:

Germ. Lich-Steinstraß — Sportfreunde Düren 5:3; Aldenhoven/Pattern — Jackerath/Opherten 0:1; Jülich 10/97 — GFC Düren 99 2:3; TuS Langerwehe — SSG Voreifel 1:1; FC Düren-Niederau — Germ. Lich-Steinstraß 2:2; Sportfreunde Düren — Aldenhoven/Pattern 1:4; Vikt. Arnoldsweiler — Jülich 10/97 2:3; GFC Düren 99 — TuS Langerwehe 0:5; Jackerath/Opherten — FC Düren-Niederau 3:4; Aldenhoven/Pattern — Germ. Lich-Steinstraß 0:4; SSG Voreifel — Vikt. Arnoldsweiler 3:1; TuS Langerwehe — Jülich 10/97 1:1; Jackerath/Opherten — Sportfreunde Düren 1:3; FC Düren-Niederau — Aldenhoven/Pattern 4:3; SSG Voreifel — GFC Düren 99 3:3; Vikt. Arnoldsweiler — TuS Langerwehe 1:5; Germ. Lich-Steinstraß — Jackerath/Opherten 3:1; Sportfreunde Düren — FC Düren-Niederau 2:5; Jülich 10/97 — SSG Voreifel 3:0; GFC Düren 99 — Vikt. Arnoldsweiler 3:4.

(Kr)
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