Ausschuss für Kultur, Sport, Generationen und Soziales: Geplanter Möbel-Pool wird glatt abgelehnt

Ausschuss für Kultur, Sport, Generationen und Soziales : Geplanter Möbel-Pool wird glatt abgelehnt

Die Idee war zumindest eine Prüfung wert: Sollte die Stadt Linnich einen Mobiliar-Pool anlegen, aus dem alle Mehrzweck- und Bürgerhallen der Ortschaften schöpfen könnten?

Die Nachfrage bei den Betreibern jener Hallen ergab ein ziemlich eindeutiges Nein. Eine einheitliche Anschaffung, eventuell versüßt durch einen Mengenrabatt, hätte zwar für viele einen Reiz, doch als größtes Handicap der Pool-Lösung wurde der Austausch von Tischen, Bänken oder Stühlen untereinander erachtet.

Abgesehen von der Transportfrage – nicht jeder Trägerverein verfügt schließlich über entsprechende Fahrzeuge, so ein vorgebrachtes Argument – berge jeder Austausch das Risiko von Beschädigungen, „so dass in Kürze die Möbel unansehnlich werden“. Und auch die unliebsame Erfahrung wurde gemacht, „dass in einem speziellen Fall ... unser gutes Material gegen schlechtes ausgetauscht“ worden sei.

Die Trägervereine – lediglich zwei hatten auf die Bedarfsanfrage der Verwaltung und die Bitte um ein Meinungsbild nicht reagiert – sprachen sich in der Mehrzahl für eine „sukzessive Beschaffung“ des Mobiliars aus, also bezogen auf die individuelle Anforderung des Hallenbetreibers.

Mit der Abfrage erhielt die Stadt gleichzeitig eine rechnerische Größe des aktuellen Bedarfs. Auf rund 40.850 Euro summierten sich die Ausstattungswünsche. Der Ausschuss für Kultur, Sport, Generationen und Soziales empfahl letztlich einstimmig, die „Mittel zur sukzessiven Anschaffung von Ausstattungsgegenständen“ für die Mehrzweckhallen in den Haushaltsberatungen 2020 zur Verfügung zu stellen. Der Topf dafür wären die freiwilligen Leistungen der Stadt. Die aber sollte die Stadt nach Vorstellung der Kommunalaufsicht eher zurückgefahren werden.

Eine Hoffnung hatte sich bei der Abfrage im Übrigen zerschlagen: Die Stadtentwicklungsgesellschaft kommt als Zuschussgeber beim Mobiliarkauf nicht Betracht. Der SEG-Aufsichtsrat hatte dieses Ansinnen „aus grundsätzlichen Erwägungen“ abgelehnt.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte im Februar der Bürgerverein Gereonsweiler. Er hatte einen Antrag auf Zuschuss zum notwendigen Kauf von neuen Tischen für die Bürgerhalle gestellt. Kalkuliert wurde diese Ausgabe mit 7000 Euro plus Frachtkosten.

(ojo)
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