1. Lokales
  2. Jülich

Geplanter Bau auf Jülicher Schlossplatz:Raumplan in der Prüfung

Bürgerinformation im Frühjahr : Bau auf Jülicher Schlossplatz: Raumkonzept in der Prüfung

Im Gespräch mit den drei Innenstadt-Ortsvorstehern hat Bürgermeister Axel Fuchs eine Bürgerinformation zum geplanten Neubau von Stadtwerken und Stadt auf dem Schlossplatz angekündigt. Außerdem soll es durch das flache Gebäude keinen Zuwachs an versiegelter Fläche auf dem prominenten Platz in der Herzogstadt geben.

Die Pläne liefern Diskussionsstoff: Auf einer Fläche an der Ecke Köln- und Schlossstraße wollen die Stadtwerke Jülich GmbH ein flaches Bauwerk errichten, das vom Versorgungsunternehmen als 100-prozentiger Tochter und „Mutter“ Stadt Jülich gemeinsam genutzt werden soll. Vielleicht schon im Sommer 2020 könnte dann im Herzen der Herzogstadt ein Stadtwerke-Kundenzentrum mit Tourist-Information, Bürgerbüro und auch öffentlicher Toilettenanlage entstanden sein.

Im Vorfeld sind aber noch Informationen notwendig, das wurde in dieser Woche deutlich, als die drei Innenstadt-Ortsvorsteher Margarete Esser-Faber, Hermann-Josef Buers und Peter Schmitz ihre Fragen und Sorgen im Gespräch mit Bürgermeister Axel Fuchs erörterten. Sie waren nach dem Gespräch optimistischer als vorher, sagten sie gegenüber unserer Zeitung.

„Wir wollten uns erst informieren und dann reagieren. Wir haben vom Bürgermeister erfahren, dass die Bebauung nicht größer werden soll als die heute versiegelte Fläche. Der Komplex soll auch nicht höher werden als geplant. Und drittens wird eine Informationsveranstaltung geplant, die über das Projekt aufklären soll“, berichtete Peter Schmitz. Margarete Esser-Faber fügte hinzu, dass es laut Bürgermeister nicht geplant sei, den alten Baumbestand anzupacken – „und wenn, dann nur vereinzelt“, das sei wichtig.

Die Ortsvorsteher der Jülicher Innenstadt, (v.l.) Hermann-Josef Buers, Margarete Esser-Faber und Peter Schmitz (alle CDU), wollen eine zu große Bebauung des Schlossplatzes verhindern. Foto: Volker Uerlings

Auf Nachfrage konkretisierte Bürgermeister Axel Fuchs, dass der nun vorliegende Entwurf nach Berechnungen des Architekten derzeit 1,4 Prozent größer sei als der versiegelte Bereich. Darunter sind die Flächen zu verstehen, die bebaut oder gepflastert sind sowie die Toilettenanlagen. Im Moment arbeiten Stadtwerke, Stadt und Planer noch einmal am Raumkonzept, um den Bau vielleicht noch etwas abzuspecken. Im frühen Frühjahr soll es eine Bürgerinformation geben, sagte der Bürgermeister, genaue Daten gibt es aber noch nicht.

Das ist auch aus Sicht der Ortsvorsteher wichtig. Esser-Faber: „Ich verspreche mir einiges davon, die Jülicher einzubeziehen.“ Bei einer solchen Information gibt es dann sicher auch konkrete Informationen über die Finanzierung des 1,8 Millionen Euro teuren Projektes durch die Stadtwerke. Hermann-Josef Buers weiß, dass dies von manchem für eine „horrende Summe“ gehalten wird, die am Ende nicht dazu führen dürfe, dass der Versorger weniger Gewinn an die Stadt abwirft. Margret Esser-Faber sagte: „Wir sperren uns nicht gegen Verbesserungen, sie müssen aber ein Maß haben, mit dem alle leben können.“

Peter Schmitz ist überzeugt, dass das Vorhaben Verbesserungen bringt – ein Bürgerbüro als neuer Servicepunkt zum Beispiel oder eine ordentliche öffentliche Toilettenanlage.

Schmitz fasste die Eindrücke des Ortsvorsteher-Trios zusammen: „Wir sind positiv gestimmt und warten die endgültigen Planungen nun ab.“