Gemeinderat für Übertragung der Kitas an die "Kreismäuse AöR"

Einstimmiger Ratsentscheid : „Kreismäuse“ wandern in Aldenhoven ein

Zwar schweren Herzens, doch letztlich ohne Gegenstimme, hat der Aldenhovener Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung die Übertragung der drei gemeindlichen Kindergärten an die „Kreismäuse AöR“ des Kreises Düren beschlossen.

Bürgermeister Ralf Claßen informierte den Rat darüber, dass die Übertragungsverhandlungen mit dem Kreis schon weit fortgeschritten seien. Auch die Bedenken der Kindergartenleitungen seien zwischenzeitlich zerstreut worden. Alsmöglicher Übertrittstermin sei der Beginn des neuen Kindergartenjahres im Sommer angedacht worden.

Die Zustimmung der CDU-Fraktions signalisierte deren Vorsitzender Georg Krapp, der bekannte, dass die Gemeinde von der Bewegung auf dem Kita-Sektor überrollt worden sei, nachdem der Kindergarten-Pool als Solidargemeinschaft der Kreiskommunen aufgekündigt wurde. Mit der Übertragung auf die „Kreismäuse“ gebe Aldenhoven ein Stück Eigenständigkeit auf, bedauert Krapp (“heute st kein toller Tag“), der das Übernahmeangebot gleichwohl als gut und „alternativlos“ bezeichnete. Unterm Strich verliere die Gemeinde schließlich drei Einrichtungen.

Ähnlich äußerte sich SPD-Sprecher Markus Buder, der immerhin betonte, dass die Gemeinde das Beste daraus gemacht habe, um die Vielfalt der Kitas zu erhalten.

Als „Aufbruch zu etwas Neuem“, wertet Monika Müller (GL-Fraktion) die anstehende Übertragung dagegen als positives Signal, während Dieter Froning (FWG) in seiner Bewertung von einer „wirtschaftlichen Entscheidung“ sprach, die für die Gemeinde positiv ausfalle – zumindest zunächst. Einig sind sich alle Fraktionen nämlich darin, dass die finanzielle Belastung auf lange Sicht über die Jugendamtsumlage steigen wird. „Das wird teuer werden“, lautet die einhellige Auffassung.

(ahw)
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