Müntzer Bürgerhaus: Gemeinde Titz feiert mit engagierten Ehrenamtlern

Müntzer Bürgerhaus : Gemeinde Titz feiert mit engagierten Ehrenamtlern

„Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen“ — mit diesem Zitat des römischen Philosophen und Staatsmannes Cicero begann der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen seine Ansprache beim Ehrenamtsfest im Müntzer Bürgerhaus.

Er drückte auch im Namen von Rat und Verwaltung der Gemeinde Titz sowie des Landes NRW den über 60 anwesenden Ehrenamtlern und natürlich den insgesamt 208 Ehrenamtskartenempfängern in der Landgemeinde seinen Dank aus.

Für die Zeit, Kraft und Nerven, Ausdauer und Verlässlichkeit derer, die sich in den verschiedenen Interessengruppen unentgeltlich und bürgerschaftlich engagieren, in Betrieben, im Gemeinderat, insbesondere aber in den Vereinen, den Bruderschaften und Feuerwehren. Als kreisweit zweite Kommune — nach Jülich — hatte die Gemeinde Titz Mitte des Jahres die Ehrenamtskarte eingeführt, für unentgeltlich Engagierte mit Titzer Bezug.

„Wir wissen, was wir an Ihnen haben, aber natürlich auch, was wir Ihnen schuldig sind“, begründete Frantzen die Maßnahme. „Das Ehrenamt ist ein ganz selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft, ohne dass sie kollabiert wäre“, setzte er nach. Mit der Karte sind gewisse Vergünstigungen verbunden, also galt sein Dank auch den Vergünstigungspartnern, die den Ehrenamtskartenträgern etwa zu deren Würdigung einen Nachlass im Eintrittspreis gewähren.

Ansprechpartner im Rathaus

Weil die Gemeinde „das wertvolle Kapital bürgerschaftlichen Engagements natürlich weiterhin kultivieren will“, stellt sie zudem einen festen Ansprechpartner für Bürgerengagement im Rathaus. Das ist Andreas Bräuer, der die Einführung der Ehrenamtskarte auf den Weg gebracht und das Ehrenamtsfest mit Büffet und Austausch organisiert hatte.

Die ersten Ehrenamtskarten hatte Frantzen bereits an die Wehr bei deren Jahreshauptversammlung vergeben. Als „ganz besonderes Ehrenamt“ hob der Bürgermeister die Blauröcke hervor, die jährlich 100 Einsätze fahren, „zu nächtlicher Stunde und verbunden mit traumatischen Ereignissen“.

Da es „kein Ehrenamt erster und zweiter Klasse gibt“, waren die vier Vereinsmitglieder, die auf Einladung Frantzens ans Mikro traten und von ihrer Arbeit im Chor, in der Frauengemeinschaft, im Karneval, im Förderverein der Primusschule oder im bundesweit agierenden gemeinnützigen Verein „Tapfere Knirpse“ berichteten, nur Beispiele.

(ptj)
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