Gemeinde Inden hat zwei Baustellen vor der Brust

Vor den Etatberatungen : Gemeinde Inden muss die Finanzierung von zwei Baustellen regeln

Zwei Baustellen im doppelten Wortsinn müssen in Inden bearbeitet werden: Das Feuerwehrgerätehaus Frenz muss erweitert werden, die Sportanlage an der Merödgener Straße ist dringend sanierungsbedürftig.

Beides soll – legt man die bisherigen Haushaltberatungen im Hauptausschuss zugrunde – gelöst werden.

Die doppelte Baustelle besteht darin, im Etat eine Finanzierung für beide Vorhaben festzulegen. Die vorläufige Entscheidung fällt am Mittwoch ab 18 Uhr, wenn der Hauptausschuss in einer außerplanmäßigen Sitzung die Haushaltsberatungen abschließt.

Die Sportanlage neben der Goltsteinschule ist offenbar ziemlich marode. „Mittlerweile besteht auf der Aschenbahn sogar Verletzungsgefahr“, sagte Kämmerer Michael Linzenich und Bauamtsleiter Rainer Ortmanns fügte hinzu, dass die Anlage „unabdingbar in einen verkehrssicheren Zustand versetzt werden muss“. Bisher scheiterte die Modernisierung an den Kosten, jetzt ist der Leidensdruck offenbar hoch. Abzuwarten bleibt, wie sich die Zusage der Landesregierung auswirkt, Gelder für Sportanlagen zur Verfügung zu stellen. Für Inden sollen das rund 300.000 Euro sein. Das könnte eine Lösung darstellen für den Sportpark an der Merödgener Straße, die bisher aus finanziellen Gründen nicht auf die Schiene gesetzt wurde. Möglicherweise stellt sich die Frage, ob die Landesmittel schnell genug abrufbar sind, um den Handlungsbedarf zu beheben.

Der besteht auch mit Blick auf das Feuerwehrgerätehaus Frenz. Konsens im Hauptausschuss ist, dass der Sozialtrakt erweitert werden muss. Die UDB-Fraktion und der parteilose Bürgermeister Jörn Langefeld votierten dafür, in einem Rutsch eine größere Garage zu schaffen. 180.000 Euro sollten deswegen insgesamt in den Haushalt 2019 eingestellt werden. Josef -Johann Schmitz (SPD) erinnerte die UDB daran, dass zuvor einvernehmlich beraten worden sei, dass der Sozialtrakt die dringlichere Baustelle sei und deswegen zuerst abgearbeitet werden solle. Aus der Beratung ergab sich, dass sich der Wehrführer der Gemeinde Inden für das Abarbeiten beider Maßnahmen ausgesprochen, aber gleichzeitig erklärt habe, dass das Verschieben der Garagenerweiterung aus Kostengründen vorstellbar sei.

Entsprechend stimmte der Ausschuss mehrheitlich gegen den von der UDB eingebrachten und von Langefeld unterstützten Antrag, beide Maßnahmen gleichzeitig anzugehen. „Hier läuft offenbar schon Wahlkampf“, kommentierte Schmitz in Richtung Bürgermeister und UDB-Fraktion. (jan)

(jan)
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