Aachen: Gemeinde Aldenhoven bittet stärker zur Kasse

Aachen: Gemeinde Aldenhoven bittet stärker zur Kasse

Die Gemeinde Aldenhoven bittet säumige Zahler stärker zu Kasse. Bei Bankrücklastschriften werden künftig 20 Euro statt bisher 15 Euro fällig. Das hat der Gemeinderat bei der 6. Änderung der Verwaltungsgebührensatzung beschlossen.

Die bisherige Regelung war erst im August 2012 eingeführt werden. Nach Angaben von Kämmerer Michael Ossenkopp scheitert die Verwaltung 300 bis 400 Mal im Jahr, Geld per Einzugermächtigung abzubuchen. Dabei werde zu Lasten der Gemeinde vom Geldinstitut aber stets eine Gebühr von drei Euro erhoben. „Wir zahlen drauf“, befand der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Georg Krapp zur bisherigen Regelung. Und 17 Euro seien angesichts des eigenen Arbeitsaufwandes erforderlich, fügte SPD-Fraktionschef Udo Wassenhoven hinzu.

Nach der Verwaltungsgebührensatzung wird auch das Beglaubigen von Zeugnissen verlangt. „Das haben wir früher umsonst gemacht“, brachte Ratsherr Wolfgang Klems (CDU) aus seiner Ortsbürgermeister-Praxis in Erinnerung. Und er betonte, dass Schüler manchmal Dutzende losschicken müssten, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Da stellten die Verwaltungsgebühren doch eine hohe finanzielle Belastung dar. Laut Satzung sind für eine Beglaubigung jetzt 4,20 Euro zu entrichten, „bei mehrfachen Beglaubigungen derselben Vorlage ermäßigt sich die Gebühr ab der zweiten Beglaubigung um 50 Prozent“.

Nun will die Gemeindeverwaltung, so Bürgermeister Lothar Tertel prüfen, ob die Ortsbürgermeister für die jungen Leute in ihren Dörfern wieder zum Dienstsiegel greifen dürfen.

(gep)