Geglücktes musikalisches Experiment in Rochuskirche Jülich

Jazz- und Gospelkonzert vor 400 Zuhörern : Geglücktes musikalisches Experiment in Rochuskirche Jülich

Nicht zum ersten mal fand der Raerener Gospelchor „Joyful Spirit“ seinen Weg von Ostbelgien in die Herzogstadt, um seine Zuhörer mit schwungvollen Rhythmen zu begeistern.

Eine ganz besondere musikalische Mischung erwartete jedoch die rund 400 Gäste, die kürzlich in die St. Rochuskirche gekommen waren, um ein Konzert der Extraklasse zu erleben.

Auf Einladung des Jülicher Jazzclubs wollte man eine schwungvolle Symbiose aus geistlicher Chormusik und weltlichem Jazz erschaffen. Doch was die belgischen Chorsängerinnen und -sänger gemeinsam mit der Band Jazz4you auf die Bühne zauberten, dürfte die Erwartungen der Veranstalter noch übertroffen haben.

Der Gospel wird als Oberbegriff für die unterschiedlichen Ausprägungen und die Entwicklungen der afroamerikanischen christlichen Musik aus der Modernisierung bzw. Kommerzialisierung des „Negro Spiritual“ Anfang des 20. Jahrhunderts heraus verwendet. Der „Gospel“ leitet sich aus dem Englischen „good spell“ (Evangelium) ab und sucht somit fortan musikalisch die Nähe zu Gott.

Auch aus dem schwarzen Amerika stammend, genauer gesagt aus den amerikanischen Südstaaten, präsentiert sich der Jazz thematisch jedoch weltlicher, aber keineswegs weniger schwungvoll. Beide Musikrichtungen harmonisch in einem Konzert zu vereinen, lautete das Erfolgsrezept, mit dem es gelang, die vielen Besucher zum Mitsingen und Klatschen zu animieren, auf die der musikalische Funke gleich zu Beginn des Konzerts übersprang.

Besonders beeindruckt zeigte man sich nicht nur vom hohen Niveau der Darbietung, sondern auch von der Tatsache, dass es Gospel und Jazz gemeinsam vermochten, eine positive Stimmung in der Rochuskirche zu verbreiten, die das Auditorium wohl noch einige Zeit im Gedächtnis behalten wird.

Entsprechend spendete man lange anhaltenden Applaus in der Hoffnung auf viele weitere musikalische Experimente dieser Machart.